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St. Ottilien

30.11.2016

Was gespielt wird, entscheidet die Mehrheit

Das Schülerorchester St. Ottilien unter der Leitung von Hans-Günther Schwanzer war am Wochenende beim Adventskonzert im Festsaal des Rhabanus-Maurus-Gymnasiums zu erleben.
Bild: Hertha Grabmaier

Schülerblasorchester St. Ottilien überzeugt mit vielstimmigen Arrangements und zauberhaften Soli. 22 Neuzugänge bei den Musikern.

Über die Auswahl der Stücke werde ganz demokratisch abgestimmt, erzählte der musikalische Leiter Hans-Günther Schwanzer beim Adventskonzert des Schülerblasorchesters St. Ottilien. Auch er habe nur eine Stimme, so Schwanzer. Und so entstand ein abwechslungsreiches Programm mit vielstimmigen Arrangements von hoher Schwierigkeit und zauberhaften Soli, bei dem sich Traditionelles und Neues harmonisch begegneten.

Das vollkommene Zusammenspiel der Bläser mit den Schlagwerkern verlieh dem Konzert eine ganz eigene Note. Professionell begrüßt wurden die Besucher unter denen sich neben Erzabt Wolfgang Öxler auch dessen Vorgänger und Orchestermitbegründer anno 1956, Abt Dr. Notker Wolf, befand im voll besetzten vorweihnachtlich geschmückten Festsaal des Rhabanus-Maurus-Gymnasiums von den Mitwirkenden Leonhard Weidemann und Simon Weigl. Prior Timotheus Bosch tat als Mitglied der Feuerwehr in Uniform mit einem Kollegen Dienst vor der Bühne. Gleich zu Beginn erzeugte die berührende Friedensmelodie „Leningrad“ von Billy Joel mit perfekten Einsätzen, die das große Orchester zu einem gewaltigen Klangkörper anschwellen ließ, Gänsehautgefühl. Mit „Lascia ch’io pianga aus der Oper „Rinaldo“ von Georg Friedrich Händel zeigten die jungen Musiker ihre enorme Vielseitigkeit. 83 Schüler hatten eine Woche in Kempten intensiv geprobt. Es sei aber nicht nur harte Arbeit gewesen, sondern habe auch viel Spaß gemacht, so Schwanzer. Der dortige Hotelmanager lobte die jungen Leute laut Schwanzer als „perfekt strukturierte und organisierte Gruppe“, wie er es selten erlebt habe.

Höchste Konzentration erforderten drei Stücke des Barock-Komponisten Johann Sebastian Bach, die chorale „Prelude“, das „Air“ aus der 3. Orchestersuite und ein gefühlvolles „Ave Maria“. Der einfühlsam gespielte Abendsegen „Evening Prayer“ aus der Oper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck, passte mit sanften und harmonischen Klängen traditionell in die Weihnachtszeit. Der ewige Traum, diese möge weiß sein, klang mit einem so großen Blasorchester und „White Christmas“, komponiert von Erwin Berlin, besonders schwungvoll. Die zauberhafte Schlittenfahrt „Sleigh Ride“ von Leroy Anderson begeisterte die trotz milden Regenwetters adventlich gestimmten Zuhörer. In „Merry Christmas“ von Bob Heatlie hatte Tobias Gietz ein wunderbares Saxofonsolo mit Szenenapplaus. Auch so einer, den man am liebsten durch das Abitur fallen lassen möchte, damit er dem Orchester erhalten bliebe, so Schwanzer schmunzelnd.

In diesem Jahr habe es schulisch bedingt 22 Abgänge, dafür auch 22 Neuzugänge gegeben, die Musiker würden erfreulicherweise immer jünger, da seien einige Fünftklässler dabei. Ein wunderbar emotionales Trompetensolo bot Steffi Schill in n „All I want for Christmas is you“ von Mariah Carey und dann endete nach anhaltendem Applaus mit einer Zugabe – der munteren, unverwüstlichen „Petersburger Schlittenfahrt“ von Richard Eilenberg – ein genussvoller Konzertabend.

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