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Serenade

18.07.2012

Was im Kopf passiert ...

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2 Bilder
Vox Villae bei der Serenade in Weil.

Vox Villae und Heinz-Jürgens-Akkordeonorchester in Weil

Weil „Sommer ist, was in deinem Kopf passiert“ sangen die Wise Guys. Genau das haben sich der Weiler Chor Vox Villae und das Heinz-Jürgens-Akkordeonorchester auch gedacht. Sie verlegten die im Innenhof der Mittelschule Weil geplante, sommerliche Serenade in die Aula. Die stimmungsvolle Atmosphäre war mit Windlichtern und Stehtischchen auch hier schnell geschaffen – innerlich hatten es die Mitwirkenden in der Hand, einen lauen Sommerabend zu zaubern, was den Ensembles schnell gelang.

Eröffnet wurde das Konzert von Vox Villae, einem Chor, der früher als Liederkranz Weil auftrat und der sich, seit Dr. Karl-Heinz Moser die Leitung übernommen hat, stetig verbessert und weiterentwickelt. Mittlerweile hat sich Vox Villae zu einem Klanggebilde gemausert, das kaum Wünsche offenlässt, das in allen Stimmen gut besetzt ist, allerdings Nachwuchs brauchen könnte, wie Moser befindet. Saubere Intonation, Halten der Tonhöhe, diszipliniertes Singen – all das kann beobachtet werden.

Dazu kommt gute Dynamik, resultierend aus der Tatsache, dass die Sänger sehr auf ihren Dirigenten achten. Zur Aufführung kamen vier- bis sechsstimmige Volksweisen, teilweise witzig-modern gesetzt, was die Zuhörer mit kräftigem Beifall honorierten. Ein kleines Frauenensemble hatte sich, „als mal die Proben ausfielen“, zum privaten Plausch getroffen und war doch wieder beim Singen gelandet. Das hervorragende Ergebnis präsentierten die Sängerinnen einem staunenden Publikum. Für eine weitere Überraschung sorgten Ragna Sonderleitner und Angelika Werner. Die beiden nehmen Gesangsunterricht, die Früchte dieser Ausbildung waren im Brahmslied „Die Schwestern“ oder dem Abendsegen aus „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck unüberhörbar. Das Heinz-Jürgens-Akkordeonorchester der Vhs Kaufering steht unter der Stabführung von Christine Arnold, die selbst 20 Jahre in dem Klangkörper mitgespielt hat und, als das Dirigentenpult verwaiste, beherzt zugriff. Eine gute Entscheidung, denn wer den Musikern zusieht und -hört merkt, wie viel Spaß sie haben und nicht nur das. Das Orchester spielt exakt, achtet auf seine Dirigentin, und auch hier sind wie bei Vox Villae, Dynamik und penibel genauer Rhythmus fast schon obligatorisch. In Weil vermittelte das Orchester, das sich laut Dirigentin über spielerische Verstärkung freuen würde, unter anderem mit Italo Pop, echte Sommergefühle. Eine Serie gefühlvoll vorgetragener Lieder mit Vox Villae markierte das Ende eines Konzerts von erstaunlicher Qualität. (löbh)

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