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Ammerseepfad

01.12.2016

Was im See und im Seeholz lebt

Der Verschönerungsverein Riederau hat neue Infotafeln aufgestellt und diese vorgestellt.
Bild: Stephan Widler

Der Verschönerungsverein stellte die neuen Informationstafeln vor

Der Verschönerungsverein Riederau hat unlängst die neuen Infotafeln am Seeufer und im Seeholz vorgestellt. Mehr als 30 Interessierte hatten sich dazu auf Einladung des Vereins beim Dampfersteg versammelt. Vorsitzender Stephan Widler berichtete über die bereits 2013 begonnenen Aktivitäten zur Erneuerung der vereinseigenen Infotafel am Seeufer, die mit dem Aufstellen der neuen Tafel jetzt abgeschlossen wurden. Er dankte dem Projektträger „Schutzgemeinschaft Deutscher Wald“ und dem Projektleiter Markus Blacek für die Unterstützung und die Einbindung der neuen Tafel in das Informations- und Bildungskonzept des „Ammerseepfades“, berichtet eine Pressemitteilung.

Mit der auf der Jahresmitgliederversammlung 2015 beschlossenen Projektpatenschaft und einem Betrag von 900 Euro aus den Mitteln des Vereins beteiligte sich der Verschönerungsverein als Träger an der Konzeption und Herstellung der neuen Tafel. Danach stellte Markus Blacek das Projekt Ammerseepfad vor: Auf 20 Infotafeln und mit mehreren interaktiven Objekten können die Schönheit und die faszinierenden Zusammenhänge rund um den Ammersee entdeckt werden. Details dazu finden sich auch im Internet unter www.ammerseepfad.de.

Passend zum Thema der Infotafel „Winzlinge mit Schlüsselposition“ gab die Fischerin Regina Metzger einen Einblick in die Biodiversität des Ammersees. Sie erläuterte auch die Auswirkung von Umwelteinflüssen auf den Lebensraum See: So beeinflusse unter anderem der reduzierte Nährstoffeintrag in den See den Fang der Renken. Die Fischerin erzählte von dem seit Jahrhunderten betriebenen Handwerk der Ammerseefischer.

Was im See und im Seeholz lebt

Nach einer kurzen Wanderung stellte Förster Alwin Rammo vom Revier Hagenheim des Forstbetriebs Landsberg die neue Infotafel „Ein Wald für Rotkäppchen und Eremiten“ im Seeholz vor, für die die Staatsforsten die Trägerschaft übernommen haben. Die Besonderheit dieses einzigartigen Eichenwaldes beeindruckte die Anwesenden und sie erfuhren Interessantes über den Zusammenhang des zum Teil uralten Baumbestandes mit den darin beheimateten Tieren wie Mittelspecht und Eremit.

Rammo berichtete auch von den Auswirkungen der Bahnstrecke, die durch das Seeholz führt. Aufgrund der gesetzlichen Vorgaben zur Verkehrssicherung ist der Revierleiter im Seeholz für die Bäume entlang der Gleise verantwortlich. Nach einem ersten moderaten Rückschnitt bestand die Bahn jedoch auf weitergehenden Schnittmaßnahmen, wodurch zahlreiche Bäume neben den Gleisen weichen mussten. Die dabei gefällten Stämme wurden absichtlich als Rückzugsort für Insekten und andere Tiere belassen. Die Hinweistafeln, die Forstmitarbeiter zur Erklärung dieser Maßnahmen errichteten, werden leider von Vandalen zerstört oder entwendet, berichtete der Förster. (lt)

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