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Sanierung

26.05.2015

Was wird aus der Brücke bei Gießübl?

Diese Brücke über die Windach bei Gießübl ist marode und muss saniert werden. Der Gemeinderat Eching hat sich jetzt damit beschäftigt.
Bild: Julian Leitenstorfer

Ein Abriss des historischen Bauwerks stand zur Debatte. Der Gemeinderat hat sich aber anders entschieden

Wie soll es mit der maroden Brücke über die Windach bei Gießübl weitergehen? Über einen ersatzlosen Abriss oder eine Instandsetzung hat der Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung diskutiert. In der letzten Sitzungsperiode hatte Bürgermeister Siegfried Luge versucht, eine kostengünstige Lösung für die Sanierung der Brücke zu finden. Neubaukosten wurden seinerzeit mit 250 000 Euro beziffert.

Baut man nach dem Abriss der alten Brücke nur noch eine Fußgänger- und Radlerbrücke mit neuen Widerlagern, würden laut Bürgermeister Luge Kosten von rund 150000 Euro entstehen. Die Brücke ist seit Frühjahr 2014 für Fahrzeuge gesperrt, nachdem ein 30-seitiges Gutachten bestätigt hatte, dass das Bauwerk keine größeren Lasten mehr aushält, da die Widerlager nicht mehr stabil genug sind.

Nun stellte der Gemeindechef dem Gemeinderat eine neue, kostengünstigere Sanierungslösung vor. Danach sollen die Widerlager der Brücke freigelegt und an den Seiten eine Wandscheibe davor gesetzt und verschraubt werden. „Die Konstruktion sitzt dann als ganzer Block auf dem alten Fundament“, erläuterte der Bürgermeister. Die Kostenschätzung belaufe sich auf 115000 Euro, sagte Luge, und sei damit noch weit günstiger als die vorher ausgearbeitete Lösung. Angesichts dieser Summe stellte Thomas Schmelcher die Frage, ob man dort „überhaupt eine Brücke braucht“. Normalerweise werde die Brücke von den Anliegern, einem Landwirt und von Radfahrern genutzt, sagte Luge. Josef Spicker berichtete, dass der Landwirt die Brücke zum Viehtrieb nutze. „Jungvieh und trockenstehende Kühe“ weideten auf den Wiesen am anderen Flussufer, sagte Spicker.

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Luge erläuterte zur Historie, dass die Brücke bei Gießübl gut 100 Jahre alt sei und der Grundbesitzer damals diese Brücke selbst gebaut habe. Die Gemeinde habe die Brücke später übertragen bekommen. Die Alternative zu einer Sanierung sah Ulrike Trinks in einem reinen Abbruch der Brücke, ohne dass eine neue Fußgängerbrücke gebaut wird. Im Verhältnis zu den wenigen Nutzern sah Schmelcher den Aufwand als zu teuer an. Die Brücke habe aber auch einen „ideellen Wert“, meinte Johann Wimmer.

Einen anderen Ansatz hatte Markus Heggl. Er sei dagegen, Geld auszugeben, um nichts dafür zu bekommen. Lieber sei es ihm, dann etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen und auch wieder eine nutzbare Brücke zu haben. Wie Luge sagte, könne eine Entscheidung auch nicht länger aufgeschoben werden. Jährliche Kosten fielen dann für eine Brückenprüfung an und zudem stehe er auch in der Verantwortung. Bei der Abstimmung votierten zwei Gemeinderäte gegen eine Weiterverfolgung des Sanierungsplans, neun waren dafür. Nun soll die Planung mit dem Wasserwirtschaftsamt und dem Landratsamt abgestimmt werden. Dafür fallen etwa 3000 Euro an Kosten an. (rg)

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