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Schondorf

14.08.2020

Wasserschaden: Schondorfs Rathaus-Mitarbeiter brauchen neue Arbeitsplätze

Geschäftsstellenleiter Ralf Müller im Schondorfer Rathaus, das nach einem Wasserschaden teilweise nicht genutzt werden kann. Einige Mitarbeiter werden wohl für längere Zeit in Containern arbeiten müssen.
Bild: Christian Rudnik

Plus Nach dem Wasserschaden bleiben Teile des Schondorfer Rathauses monatelang unbenutzbar. Deshalb müssen nun neue Ausweichräume geschaffen werden.

Wasser in den Schubladen, kaputte Möbel, Tropfsteinhöhle statt Büro – so schilderte Zweiter Bürgermeister Martin Wagner ( CSU) dem Schondorfer Gemeinderat jetzt den Zustand des westlichen Flügels des Rathauses, der von einem massiven Wasserschaden betroffen ist. So mancher Arbeitsplatz wird wohl länger nicht genutzt werden können.

Am vorvergangenen Wochenende war es in der Teeküche im ersten Stock des westlichen Erweiterungsbaus zu einem Wasserschaden gekommen, der erst am Montag in der Früh bemerkt wurde. Das Wasser bahnte sich seinen Weg durch die Etagen und sammelte sich im Keller. Die Feuerwehr war am Montag um 7 Uhr bereits im Einsatz und die Mitarbeiter versuchten zu retten, was zu retten war.

Im Westflügel des Schondorfer Rathaus kann nicht gearbeitet werden

Wagner schilderte, dass über 250 Umzugskisten mit Akten gesichert worden seien. Der westliche Flügel sei über drei Etagen auf absehbare Zeit nicht benutzbar und müsse umfassend renoviert werden, sagte Wagner. Teppichböden, Türstöcke und die Möbel wurden inzwischen entfernt. „Inzwischen sieht es fast noch schlimmer aus“, meinte Bürgermeister Alexander Herrmann.

Ursache für den Wasserschaden ist noch unklar

Er sei zum Zeitpunkt des Schadensfalls von Wagner „hervorragend vertreten worden“, wie Herrmann anmerkte. Die Ursache des Wasserschadens sei noch nicht bekannt, sagte Wagner. Der Gutachter der Versicherung war vor Ort, aber nun müsse man die Information der Versicherung abwarten. Klar sei aber, dass die Versicherung den Schaden erst einmal übernehme. Im Einsatz sind nun Trocknungsgeräte, die mehrere Wochen laufen müssen. Erst dann kann wieder im Gebäude gearbeitet werden.

Auch neue Möbel müssen bestellt werden, da die bisherige Einrichtung unbrauchbar geworden ist. Bis Ende des Jahres schätzt Wagner derzeit den Zeitraum, in dem manche Abteilungen ausgelagert werden müssen. Kurzfristig hat Wagner mit der stellvertretenden Vorsitzenden der Verwaltungsgemeinschaft (VG), der Greifenberger Bürgermeisterin Patricia Müller, entschieden, dass die betroffenen Büros erst einmal in die Grundschule ausgelagert werden.

Schondorfs Bürgermeister arbeitet vorerst in der Grundschule

Dort sind nun das Technische Bauamt, die Finanzverwaltung mit Kämmerei und Kasse sowie das Büro des Bürgermeisters eingezogen und wie gewohnt telefonisch erreichbar (LT berichtete). Das Einwohnermeldeamt ist derweil im Sitzungssaal des Rathauses untergebracht.

Klar sei für ihn auch gewesen, dass man die Mitarbeiter nicht verstreut im Ort oder im Rathaus Eching unterbringen wolle, sagte Wagner weiter. Gesucht wurde deshalb nach einer Containerlösung, und inzwischen gibt es auch mit rund 75.000 Euro Kosten ein finanziell annehmbares Angebot, das Bürgermeister Herrmann vorstellte. Von der Versicherung bekommt die Gemeinde bis zu 50.000 Euro für die Kosten der Auslagerung sowie die entgangenen Mietkosten, da die Räumlichkeiten zwar der Gemeinde Schondorf gehören, aber an die VG vermietet sind. Zahlen zur Gesamthöhe des Schadens, den die Überflutung verursacht hat, wurden in der Gemeinderatssitzung noch nicht genannt.

Container auf dem Parkplatz der Grundschule als Ausweichquartier

In einer einstöckigen Containeranlage, die auf dem Parkplatz der Grundschule aufgestellt werden solll, könnten die jetzt ausgelagerten Abteilungen sowie wahrscheinlich noch das juristische Bauamt untergebracht werden. Der Vorteil sei, dass dort auch die nötige Infrastruktur vorhanden sei. Diese Lösung würde etwa 75.000 Euro kosten. Alle anderen Abteilungen sollten im Rathaus bleiben, sagte Herrmann. Die Mehrkosten müssten von den VG-Gemeinden getragen werden, deshalb war ein Gemeinderatsbeschluss notwendig. Dem stimmten alle Gemeinderäte zu.

Geparkt werden kann beispielsweise am nahe gelegenen Parkplatz am Schützenheim. Wie Bürgermeister Herrmann aktuell ergänzend mitteilte, werde auch noch das Angebot eines Unternehmers, der ein Co-Working-Space in Schondorf betreibt, geprüft.

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