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Landsberg

05.11.2019

Wohin mit dem vielen Laub im Garten?

Von Straßen und vor allem von Gehwegen muss das Laub schnell entfernt werden. Hier arbeitet Gerhard Stadler mit Kollegen vom städtischen Bauhof in der Spöttinger Straße. Bei Laub auf der Wiese kann sich der Gärtner mehr Zeit lassen.
Foto: Thorsten Jordan

Plus An manchen Stellen können die welken Blätter auch liegen bleiben. Eine Expertin erzählt dem Landsberger Tagblatt, wie der Gartenbesitzer am Besten vorgeht.

Darf Herbstlaub einfach auf der Wiese oder dem Rasen liegen bleiben? Darüber hat sich der Uttinger Gemeinderat in der jüngsten Sitzung Gedanken gemacht. Das Landsberger Tagblatt hat sich bei der Kreisfachberaterin für Gartenbau, Susann-Kathrin Huttenloher, erkundigt, was man mit Herbstlaub machen sollte.

Zur Beruhigung an alle Gartenbesitzer: Eile ist laut Expertin nicht angesagt. Welke Blätter müssen nicht sofort entfernt werden, sondern können teilweise bis ins Frühjahr liegen bleiben. Wo sie besser entfernt werden und wo nicht, hänge von der Nutzung und dem Ziel ab. Klar sei, dass Herbstlaub, das eine Rutschgefahrgefahr darstellt, auf Wegen und Straßen sofort weg muss.

Wie viel Laub liegt, darauf kommt es an

Auf Wiese und Rasen komme es darauf an, wie viel es sei. „Bei einer großen Buche beispielsweise, die viel Laub abwirft, sollten die Blätter spätestens bis zum Frühjahr, wenn das Gras austreibt, von der Wiese entfernt werden“, rät Kreisfachberaterin Susann-Kathrin Huttenloher. Eine dicke Laubdecke sollte vor allem auf einem Rasen nicht liegen bleiben, da die Gräser darunter über den Winter gelb werden könnten. „Aber Rasenwurzeln sind zäh, die kommen auch wieder. Es muss auch nicht jedes Blatt weg.“

Im Bereich der Baumscheibe, also unterhalb der Baumkrone würde Susann-Kathrin Huttenloher das Laub liegen lassen, „da tut es gut“. Das Laub sei ein Nährstoffpaket und halte den Boden darunter feucht. Auch dort, wo Hecken und Büsche wachsen und der Boden dazwischen nackt ist, hat eine Laubdecke eine positive Funktion: Laut Huttenloher mindert das Laub die Frostgefahr. „Laub ist gut für das Bodenleben.“ Wer eine Wildwiese oder einen Magerrasen fördern will, der sollte das Laub aber besser zusammenrechen, denn bei diesen Wiesen sei es wichtig, dass nicht gedüngt, sondern im Gegenteil vermagert wird, so die Fachfrau.

Bei Krankheiten muss schnell reagiert werden

Auch wenn Krankheiten, wie beispielsweise die Kastanienminiermotte, aufgetreten sind, muss das Laub weg, und zwar schnellstmöglich. Und bei einem Befall mit dem Apfelwickler müssten Fruchtmumien entfernt werden. Die Blattkrankheit Mehltau sei dagegen kein Problem, die Blätter könnten bleiben.

Laubbläser oder Rechen? „Der Laubbläser ist laut und verbraucht viel Kraftstoff“, nennt Susann-Kathrin Huttenloher eine Problematik dieses Geräts. Für sie ist es höchstens ein Werkzeug für viele oder große Rasenflächen oder auf Wegen, wenn es schnell gehen muss. Jeder Gartenbesitzer solle sich überlegen, ob und wo er ihn einsetzen wolle. „Es gibt sicherlich viele Bereiche, in denen ich das Laub einfach liegen lassen kann.“ Und wer es an bestimmten Stellen weghaben wolle, könne einen großen Laubhaufen zusammenrechen: „Da findet dann vielleicht ein Igel sein Winterquartier.“


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