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Ausflug

24.06.2017

Von Einsiedlern und Theaterleuten

Der Ausflug des Katholischen Frauenbunds Stadl führte dieses Mal nach Altusried.
Bild: Gisela Klöck

Der Frauenbund Stadl erkundet im Allgäu einen Wallfahrtsort und eine Freilichtbühne

Der Ausflug des Katholischen Frauenbunds Stadl ging mit 51 Personen ins Allgäu.

Bei schönstem Wetter besuchte man zuerst die Wallfahrtskirche in Gschnaidt. Das Gschnaidt ist eine Erhebung zwischen Kimratshofen und Frauenzell mit zwei Wallfahrtskapellen, die kleinere ursprünglich aus dem 18. Jahrhundert, die größere aus dem 19. Jahrhundert. Bei einer lehrreichen Führung erfuhren die Ausflügler von der Erstehung der 1676 erstmals erwähnten Holzkapelle. Einstmals zog sich ein Einsiedler dorthin zurück. Sein gottseliges Leben in Natur, Ruhe und Gebet war der Beginn des heutigen Wallfahrtsortes. 1849 wurde die erste Kapelle erbaut. Auch heute pilgert man dorthin, um zur Ruhe zu kommen und Frieden zu finden. Eine junge Tradition ist das Bringen von Sterbekreuzen, die sich rund um das Areal finden, der „Friedhof für die Sterbekreuze“. Es ist Brauch, die Holzkreuze nach der Bestattung hier aufzubewahren – ein beeindruckender Anblick. Die Gruppe kehrte anschließend zu Kaffee und Kuchen ein. Danach besuchte man die nahe gefasste Quelle mit heilkräftigem Wasser für Augenkrankheiten. Sie ist Ausgangspunkt des Kreuzweges mit stattlichen Bildstöcken.

Ein weiteres Ziel war die Freilichtbühne in Altusried. Bei einer Führung erfuhr man vom großen Einsatz der Altusrieder für ihre Freilichtbühne. Bereits 1911 wurde das Stück „Andreas Hofer“ aufgeführt. Unter allen aufgeführten Freilichtspielen ist dieses das beliebteste. Dass Altusried schon vor 167 Jahren ein theaterfreudiges Volk war, beweist eine Abschrift aus dem Jahr 1849. Alle zwei Jahre spielen die Altusrieder eigene Stücke, dann steht fast das ganze Dorf auf der Bühne. Nach diesem von Hildegard Arnold organisierten Kulturausflug kehrte man am Zellerberg zum Abendessen ein.

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