Bund Naturschutz

20.04.2019

Vorsicht mit dem neuen Mobilfunk

Der Vorstand des Bund Naturschutz Dießen (von links): Barbara Ehrmann, Werner Schröder, Irmgard Gebertshammer, Dr. Eberhard Sening (Vorsitzender), Katja Holler, Joseph Habersetzter, Dr. Dagmar Nagel und Alexandra Ince.
Bild: Uschi Nagl

Vorsitzender Sening warnt vor drohender Abholzung. Vortrag rege besucht

Die Ortsgruppe des Bund Naturschutz Dießen hat eine neue Zweite Vorsitzende: Irmgard Gebertshammer tritt die Nachfolge von Gartenbauingenieurin Katja Holler an. Zur Jahresversammlung war auch Folkhart Glaser vom Landsberger Kreisverband des Bund Naturschutz gekommen. Er bedankte sich bei Vorsitzendem Dr. Eberhard Sening für dessen 25-jährige Tätigkeit als Vorsitzender des Ortsverbandes.

Sening nannte als aktuelle Themen zum Beispiel die Fortführung der Planung für die Radwege nach Raisting und Fischen. Sorgen macht sich Sening über den steigenden Freizeitdruck entlang der Ammer. Hier sei es an der Zeit, gemeinsam mit der 1999 gegründeten Ammer-Allianz über ein Besucherlenkungssystem nachzudenken. Auch kritisierte er die aus seiner Sicht rigide Einführung der elektronischen Wasserzähler in der Gemeinde Dießen. Deren pulsierendes Funksignal könne jedoch auf Antrag deaktiviert werden.

Hinsichtlich der neuen 5G-Mobilfunk-Technik, die durch die „Wirtschaftslobby gnadenlos vorangetrieben“ werde, erwartet Sening, dass diese mit der Technologie des autonomen Fahrens oder zur Erfassung von Millionen neuer Haushaltsgeräte für das Internet der Dinge auch den Weg aufs Land finden werde. Dies sei insbesondere für eine Gemeinde wie Dießen eine große Gefahr. Denn für 5G müsste zur Erreichung der vollen Sendeleistung extrem abgeholzt werden, da Bäume und Grün die Sendeleistung beeinträchtigen würden. „Hier hat die Gemeinde Vorsorgepflicht.“

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Großer Andrang herrschte bei Ingrid Völkers Vortrag über Naturgärten. „Naturgärten“, so die Referentin, „sind Lebensräume für Mensch und Tier.“ Auf offene Ohren stieß Völkers Appell, im Garten einfach „etwas mehr Mut zur Schlampigkeit“ aufzubringen.

Dazu gehöre auch, dass man Gärten nicht schon im Herbst, sondern erst im späten Frühjahr aufräume, um so kleine Habitate für Schmetterling und Co. nicht voreilig zu zerstören.

Die Gesamtfläche der deutschen Privatgärten, so die Expertin, entspreche ungefähr der Fläche der Naturschutzgebiete, und jeder Naturgarten sei ein „Biotoptrittstein“ für mehr Biodiversität. (lt)

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