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Kommentar

20.12.2012

Die Armut der Studien

Es ist eine Pflicht, auf vorhandene Armut hinzuweisen. Die unterschiedlichsten Institutionen haben dies in den vergangenen Tagen mit der Präsentation immer neuer Studien reichlich getan.

Sie nutzten dafür nicht ganz uneigennützig die Vorweihnachtszeit. Da sind die Menschen besonders mildtätig gestimmt. Unter dem Strich unterscheiden sich die Zahlen nur wenig. Je nach politischer Interessenslage werden sie aber völlig gegensätzlich interpretiert.

Es ist zugleich eine Pflicht, die Armut zu bekämpfen. Da helfen warme Worte oder der Hinweis der zuständigen Ministerin, man sei auf einem guten Weg, aber herzlich wenig. Tatsächliche Armut zu verhindern ist ein langwieriger Prozess, der bei der Bildung beginnt und bei gerechten Einkommensverhältnissen nicht endet.

Aber statistisch belegbare Armut wird es immer geben. Es ist zum einen eine Frage der Definition, was Armut überhaupt ist. Zum anderen sind niemals alle Menschen gleich. Daran wird auch keine noch so gut gemeinte Armutsstudie etwas verändern.

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