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04.02.2011

Gesicht zeigen

Die Fälle, in denen ein Burka-Verbot zum Tragen kommen kann, dürften rar gesät sein. Bisher gab es auch keinen Anlass, sich darüber Gedanken zu machen. Der Frankfurter Fall aber ist eine Provokation unseres modernen Staates. Der Bürger hat einen Anspruch darauf, den Vertretern der Verwaltung in die Augen zu schauen. Beamte und Verwaltungsangestellte müssen Gesicht zeigen.

Egal ob die Vollverschleierung mittels einer Burka religiös motiviert aus freien Stücken getragen oder als Instrument mittelalterlicher Unterdrückung der Frau aufgezwungen wird, sie passt nicht in diese Welt. Zumal ihre Ursprünge nicht im Glauben zu suchen sind, sondern im rein pragmatischen Schutz vor Sonne und Sand in südlichen muslimischen Ländern. Auch in einem liberalen und toleranten Staat wie Deutschland gibt es Grenzen der Freiheit. Die junge Frau aus Frankfurt hat versucht, sie auszutesten, und ist gescheitert. Sie ist nicht geeignet, dieses Land gegenüber seinen Bürgern zu vertreten.

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