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Kommentar
07.06.2012

Ausgegrenzt

Die Vorstellung, dass künftig die Schlagbäume wieder bis zu zwei Jahren heruntergelassen werden, ist einfach nur erschreckend.

Mit Reisefreiheit hat das ziemlich wenig zu tun. Die Vorstellung, dass künftig die Schlagbäume wieder bis zu zwei Jahren heruntergelassen werden, ist einfach nur erschreckend. Zumal die Innenpolitiker das Problem an der falschen Stelle anpacken.

Die richtige Antwort auf die in der Tat immer wieder anschwellende Zahl illegaler Immigranten wäre eine Ausweitung und Verbesserung der Grenzkontrollen gewesen, vor allem aber ein gemeinsames Asylrecht. Anstatt unberechtigten Zuwanderern also die Rote Karte zu zeigen, werden nunmehr die eigenen Bürger bestraft, die künftig wieder vor Grenzpolizisten ihre Ausweise herzeigen müssen. Mit intelligenter Grenzsicherung, gar mit einer nach innen hin sicheren und offenen Union hat das wenig zu tun. Es ist zwar richtig, dass die Gemeinschaft einiges tun muss, um die Reisefreiheit zu schützen. Aber der nunmehr eingeschlagene Weg ist falsch. Es wäre besser gewesen, wenn die Innenminister eine effektive Grenzsicherung und ein gemeinsames Asylrecht vorangebracht hätten.

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