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Bad Wörishofen

19.01.2019

Barfuß auf Kneipps Spuren

Wo andere Winterstiefel tragen, ist ein echter Kneippianer barfuß unterwegs: Peter Pohl zeigte im Gewand von Pfarrer Sebastian Kneipp, wie das Schneetreten im Kurpark richtig Spaß macht.
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Wo andere Winterstiefel tragen, ist ein echter Kneippianer barfuß unterwegs: Peter Pohl zeigte im Gewand von Pfarrer Sebastian Kneipp, wie das Schneetreten im Kurpark richtig Spaß macht.
Bild: Franz Issing

Peter Pohl zeigt Bürgern und Gästen, warum der Wasserdoktor auch den Schnee so sehr liebte. Eine ganz besondere Erfahrung.

Barfußlaufen im tief verschneiten Kurpark: Diese Aktion des Kur- und Tourismusbetriebes hätte sicher auch Pfarrer Sebastian Kneipp gut geheißen. Auch seinem Double Peter Pohl, der das Mittel zur Stärkung der Abwehrkräfte schon des Öfteren ausprobiert hat, macht das Schneetreten mächtig Spaß. Bereits im Hinblick auf den 200. Kneipp-Geburtstag im Jahr 2021 riet er „mit wärmsten Empfehlungen“ Kurgästen wie Einheimischen zu einem probaten Rezept gegen chronisch kalte Füße.

„Monsignore“ wie auch Kurdirektorin Petra Nocker freuten sich wie Schneekönige über eine gelungene Premiere, die sich etwa 60 Kneippfans nicht entgehen lassen wollten. Die nutzten die „weiße Saison“, um ein paar Minuten lang barfuß durch den weichen Schnee zu stapfen. Nötig waren für diese sportliche Übung lediglich etwas Überwindung, ein Frotteehandtuch und ein Paar warme Socken. Mit von der Partie waren auch die Kleinen des Kindergartens und des Hortes „Villa Kunterbunt“ „Zeigt her eure Füßchen“, hieß es auch für einige von ihnen.

Und was Jung und Alt beim Schneetreten besonders begeisterte: Die weißen Flocken verhalfen zu explosionsartiger Wärme und zu wohltuendem Kribbeln in den Beinen. Von Pfarrer Kneipp, alias Peter Pohl, wurden die Schneeläufer über die Vorteile dieser sportlichen Disziplin aufgeklärt. „Bei regelmäßiger Anwendung stärkt Schnee das Immunsystem, hilft gegen Müdigkeit und Abgeschlagenheit und oft auch bei chronischen Kopfschmerzen“ erfuhren sie. Was die Aktion „Schneetreten“ im Kurpark letztlich zum reinen Vergnügen machte: „Kneipp-Botschafter“ Peter Pohl hatte für die „Aktion in Weiß“ offenbar sonniges Winterwetter bestellt. „Monsignore“ strahlte entsprechend mit der Sonne und den Barfußläufern um die Wette. „Wenn ich schon den Wasserdoktor mime, muss ich auch etwas in seinem Sinne tun“, erklärte er.

Auch Kinder machen mit und sind von den neuen Eindrücken in Bad Wörishofen angetan

Das wollten auch Dorothea und Franz Wiette, die beide Mitglied der historischen Gruppe Bad Wörishofens sind und für Pfarrer Kneipp große Sympathie empfinden. „Wassertreten sind wir ja gewohnt, aber Barfußlaufen im Schnee, das ist für uns etwas völlig Neues“, sagen die Eheleute. Richtig Schneetreten lernen wollte auch Monika Rochling. „Bei einem solchen Angebot muss man einfach mitmachen“, bemerkte sie. Ihre Strümpfe und Schuhe zog auch die achtjährige Pauline Schmalholz aus. „Zuerst habe ich ein bisschen gefroren, aber dann war es ein ganz tolles Gefühl“, schildert sie das Erlebnis nach dem Waten durch den Schnee.

Gute Erfahrungen mit der eiskalten Anwendung hat bereits Karin Bendling gemacht. Vom Schneetreten total begeistert, widmete sie dieser winterlichen, sportlichen Disziplin gar ein Gedicht.

„Im Sommer mit bloßen Füßen durch taufrische Wiesen spazieren und in der kalten Jahreszeit durch weichen Schnee waten, das tut mir total gut“, verrät sie. Total gut tat den Schneetretern am Ende auch ein Glas mit heißem Punsch, das von der Kurdirektion spendiert bei ihnen für die nötige innere Wärme sorgte.

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