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Mindelheim

21.05.2015

Brandheiße Übung

In einem mobilen Brandcontainer übten Feuerwehrleute aus dem ganzen Unterallgäu in Mindelheim für den Ernstfall.
Bild: Frank Stocker

Mehr als 80 Einsatzkräfte aus dem Landkreis simulieren in Mindelheim den Ernstfall. Möglich macht das eine besondere Anlage.

Als die Feuerwehrmänner die Eingangstür öffnen, versperren ihnen die Flammen bereits den Weg durch das enge Treppenhaus. Sofort öffnen sie das Strahlrohr an ihrem Schlauch und kämpfen sich mit dem Wasser den Weg ins Innere der brennenden Wohnung frei. Die ist glücklicherweise keine echte Wohnung, sondern ein mobiler Brandübungscontainer, in dem die Feuerwehrleute des Landkreises verschiedene Einsatzszenarien wirklichkeitsnah simulieren und üben konnten.

Zunächst erhielten die Atemschutzausbilder um Fachkreisbrandmeister Lothar Raffler eine ausgiebige Unterweisung in dem Container, der auf dem Gelände der Mindelheimer Feuerwehr Station machte. An den folgenden Tagen hieß es für mehr als 80 Einsatzkräfte aus dem gesamten Landkreis: „Angriffstrupp mit C-Rohr zum Innenangriff vor!“

Nach dem fachgerechten Öffnen der Eingangstür erwarteten die Feuerwehrleute verschiedene Stationen, in denen es galt, trotz der Gluthitze kühlen Kopf zu bewahren. So wurden die Übenden, nachdem sie das Feuer im Treppenhaus gelöscht hatten, etwa wenig später mit Gasflaschen konfrontiert, die inmitten der Flammen standen und gekühlt werden mussten. Daneben mussten sie auf eine Rauchgasdurchzündung richtig reagieren und bei einem Küchenbrand erkennen, dass es sich um einen Fettbrand handelte, bei dem die Bekämpfung mit Wasser die Situation nur noch verschlimmert hätte.

Während des gesamten Einsatzes galt es zudem, auch immer wieder nach hinten zu sehen, um den Rückweg zu sichern. Versäumte ein Trupp dies, so zündete der Ausbilder im Leitstand schnell eine der bereits abgelöschten Brandstellen erneut, um die Einsatzkräfte auch hierfür zu sensibilisieren.

Nachdem die Flammen schließlich erfolgreich bekämpft waren, konnte man den Übungsteilnehmern die Strapazen deutlich ansehen. Abgekämpft und nassgeschwitzt durften sie nun endlich die Schutzkleidung ablegen, um bei der Abschlussbesprechung noch wertvolle Tipps zu erhalten – die ihnen im Ernstfall womöglich einmal das Leben retten können.

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