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27.07.2010

Buchloer Reservisten ohne Führung

Buchloe Mit einem Paukenschlag endete die außerordentliche Vorstandssitzung der Buchloer Reservistenkameradschaft (RK) vor 35 erschienenen Teilnehmern im Schützenheim. Vorsitzender Herbert Strobel und seine Vorstandskollegen traten ausnahmslos zurück und gleichzeitig auch aus dem Bundeswehrverband aus. Es seien in jüngster Zeit zu viele Unstimmigkeiten mit der Kreisgruppe Allgäu aufgetaucht.

Aussprache ohne Erfolg

Anton Resch, Vorsitzender der Landesgruppe Schwaben, war mit seinen Kollegen schon eine Stunde vorher zu einer Aussprache angereist. Dabei erklärten ihm die Buchloer Reservisten, dass es so mit dem Verband nicht weitergehen könne. "In der Vergangenheit sind viele unschöne Dinge passiert", so Strobel. Einige Beispiele: Der Jahresbeitrag werde vom Verband eingezogen, der Rückfluss des Eigenanteils der RK lasse hingegen mehr als zumutbar auf sich warten. Zur jüngsten Jahresversammlung sei keine Vertretung des Verbandes für die Neuwahlen gekommen. Auch bei der 25-Jahr-Feier habe sich weder vom Verband noch von der Kreisgruppe jemand sehen lassen. Es gebe kein vernünftiges Programm für Reservisten in der Altersstruktur 55 Plus.

Resch bat die Anwesenden um Unterstützung, um einen neuen Vorstand auf die Beine zu stellen. Es müsse momentan keine komplette Führung gestellt werden, jedoch ein Kern sollte erkennbar sein. Er bedankte sich bei Strobel für 22 Jahre als Vorsitzender der RK Buchloe. Seine erneute Bitte an die Anwesenden um Mitarbeit in der RK-Arbeit blieb erfolglos. Schriftführer Ernst Geißler erklärte, dass die meisten Anwesenden zum Zeitpunkt schon gekündigt hatten. Der Sachgebietsleiter im Reservistenwesen, Gerhard Wiechmann, erklärte, dass die Bundeswehr zurzeit dabei sei, ihre Strukturen zu ändern, und bat darum, doch im Verband weiter zu machen. Er stellte sogar einen Wechsel aus dem Kreisverband Allgäu in einen Nachbarverband als alternative Lösung zur Debatte. Der Antrag von Ernst Geißler auf Auflösung der Reservistenkameradschaft Buchloe sei jedoch nicht rechtens. Resch erläuterte, dass die Ortsgruppe dem Reservistenverband unterstehe. Er wolle sich persönlich mit den verbleibenden Mitgliedern arrangieren und versuchen, eine neue Führung zu installieren. Auch er bot als Alternative einen Wechsel des Kreisverbandes an.(eg)

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