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Stetten

17.05.2019

Der Verschönerungsverein Stetten ist seit 50 Jahren aktiv

Siegfried Jakob, seine Frau Marianne, Xaver Grimm und Johann Schmid (von links) vom Verschönerungsverein Stetten richten die Tretanlage für die diesjährige Saison her.
Bild: baus

Der Verschönerungsverein kümmert sich um ein ansprechendes Ortsbild. Dafür sucht er neue Mitstreiter

Es brummt im Saulengrainer Wald, genauer gesagt an der Tretanlage. Dort bearbeitet Siegfried Jakob mit dem Dampfstrahler erst das noch leere Becken und später die Pflastersteine drumherum, die nach der Behandlung mit dem harten Wasserstrahl wieder in kräftigem Rot leuchten. Seine Frau Marianne rückt dem Schmutz mit einer Bürste zu Leibe, Xaver Grimm ist mit dem Besen zugange und Johann Schmid mit einem Rechen.

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Das Wassertretbecken in Stetten ist bereit für die neue Saison

Die Vier bilden den Vorstand des Verschönerungsvereins Stetten, der in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiert, und zugleich dessen harten Kern. Gemeinsam bereiten sie das Wassertretbecken auf die neue Saison vor, das nicht nur bei den Einheimischen, sondern auch bei Ausflüglern sehr beliebt ist: Der Radweg führt fast daran vorbei und das Wasser bleibt auch in heißen Sommern erfrischend kühl.

Der Verschönerungsverein putzt das Tretbecken aber nicht nur zum Saisonbeginn und dann bis in den Herbst hinein einmal pro Woche, er hat es vor 49 Jahren auch gebaut. Es war eines der größten Projekte in der Geschichte des Vereins, der 1969 aus dem damaligen Verkehrsverein hervorgegangen ist.

Der Verschönerungsverein Stetten ist seit 50 Jahren aktiv

Der Verkehrsverein lockte einst Touristen nach Stetten

Was zunächst ein wenig paradox klingt, erweist sich bei näherem Hinsehen als gar nicht so abwegig: Dem Verkehrsverein war es Ende der 60er Jahre gelungen, Touristen aus dem Ruhrgebiet nach Stetten zu locken, das sich nun entsprechend präsentieren sollte und den Gästen auch etwas bieten wollte: Außer dem Wassertretbecken entstand so auch der Trimm-dich-Pfad im Saulengrainer Wald, den nun Johann Schmid, der Zweite Vorsitzende des Vereins, regelmäßig kontrolliert. „Wenn was kaputt ist, muss der Rentnertrupp ran und wieder Ordnung schaffen“, sagt Marianne Jakob, die Vorsitzende, gut gelaunt.

Erstes Projekt war der hölzerne Brunnen nahe der Grundschule, der in den vergangenen 50 Jahren schon mehrfach ersetzt wurde. Zudem stellte der Verein Ruhebänke und Blumenkübel auf, errichtete bei der Raiffeisenbank einen Spielplatz, der nach deren Erweiterung längst wieder Geschichte ist, und auch für das Gedenkkreuz für die Pesttoten zeichnet der Verein verantwortlich.

Aktuell pflegen die Mitglieder das Biotop bei der Franziskus-Kapelle, kümmern sich um den Blumenschmuck an der Brücke über den Auerbach und am Maibaum und mähen regelmäßig das Gras um die Ruhebänkle aus. Großen Anklang fanden außerdem ein Baumschnittkurs mit Kreisgartenfachberater Markus Orf und eine Müllsammelaktion, bei der die Helfer insgesamt 20 Säcke Müll von den Straßenrändern klaubten.

Die Zahl der Mitglieder ist rückläufig

Interesse an den Tätigkeiten und Angeboten des Vereins gibt es also durchaus. Trotzdem ist die Zahl der Mitglieder rückläufig: Sie sank von ehemals 117 auf rund 80, etwa 20 davon sind aktiv. Marianne Jakob und ihre Mitstreiter würden sich deshalb über Zuwachs freuen – und zwar ausdrücklich aus allen Altersklassen – damit der Verein auch in 50 Jahren noch brummt.

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