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29.07.2010

Der Zirkus unter dem Schuldach

Und hopp: Mit ihren Trapeznummern begeisterten die Schülerinnen des Joseph-Bernhart-Gymnasiums (JBG) Türkheim die Zuschauer beim Sommerfest. Foto: Bihlmayer
Bild: Bihlmayer

Türkheim Ob akrobatische Zirkuseinlagen oder Poetry-Slam, ob Insektenhotel oder Theater-Inszenierung: Ein buntes Treiben erwartete die rund 1000 Besucher beim Sommerfest des Türkheimer Joseph-Bernhart-Gymnasiums (JBG). Schüler und Lehrer zeigten, welch vielseitiges Leben eine Institution wie Schule bieten kann - jenseits von Noten- und Zeugnisvergabe.

Es war beeindruckend, was die beteiligten Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrern für das Sommerfest an kreativen Ideen entwickelten und mit welcher Tatkraft und welchem Engagement sie diese dann auch umsetzten: Mit der Aula des Joseph-Bernhart-Gymnasiums betraten die Besucher einen Basar schulischer "Künste und Wissenschaften". Neben Essensspezialitäten einer "Internationalen Küche" fanden sich im Schulgebäude auf mehreren Etagen verteilt Ausstellungen zu "Filz und Ton", zu verschiedenen, teils märchenhaften Fotostorys, zu weiteren Töpferwaren oder zu einem Modell des Sonnensystems.

Schüler führten Eltern und Geschwister durch die Schule, um die in einem Kunstprojekt entstehenden Wandmalereien kennen zu lernen, sie konnten an der Vernissage des "Fotokurses" teilhaben oder ihr Wissen im Bereich "Natur und Technik" mittels eines Quizes testen. Die Schüler machten das Joseph-Bernhart-Gymnasium zu ihrer Bühne: Sie präsentierten eine "Römische Modenschau", bewiesen ihre Sprach- und Schlagfertigkeit in französischen Sketchen und ihr tänzerisches Geschick in einer Squaredance-Darbietung.

Großer Applaus in der Turnhalle für die Kunststücke

Der Zirkus unter dem Schuldach

Begeistert waren die Zuschauer unter anderem auch vom "Zirkus Tisahagezi'": 38 Schüler zeigten verschiedene Jonglage-Nummern mit Bällen und Diabolo, sie überzeugten als Bodenartisten, am Trapez, auf Einrad und Waveboard. Der Applaus der zahlreichen Zuschauer in der Turnhalle des JBG war ihnen ebenso sicher, wie den Mitwirkenden des "Dreamteam"-Projekts, die eine Aufführung aus vier unabhängigen fantastischen, surrealen Szenen entwickelten: Schülerträume und -schäume zwischen Next-Topmodel-Existenzkampf und Superheldendasein, zwischen "Zauberschule" sowie Lust und Frust bei quälender Hitzewelle.

Ulrike Böttger-Kelm, Mitglied des Elternbeirates des Joseph-Bernhart-Gymnasiums, hatte dieses Theater-Projekt unter anderem mitentwickelt und auch auf der Bühne mitgewirkt. Sie zog eine positive Bilanz, die stellvertretend stehen kann für die vielen Projekte des Schulfestes: "Es ist überwältigend, wie viele Zuschauer heute gekommen sind und sich diese Arbeit angeschaut haben. Und es ist vor allem überwältigend, wie viel die Schüler zustande gebracht haben." Anliegen des "Dreamteams" sei es gewesen, Fähigkeiten und Fertigkeiten der Schüler stärker auszuloten, die über das hinausgehen, was oftmals im Schulalltag abgefragt werden kann. Kreativität und Teamfähigkeit seien von besonderer Bedeutung gewesen, um in der Kürze der Zeit ein Theaterstück zu realisieren. Man habe trotzdem kein gegebenes Stück umgesetzt, sondern Szenen entwickelt mit Themen, die die Schüler selbst angehen. Toll sei zudem gewesen, dass die Zusammenarbeit von Schülern, Eltern und Lehrern hierbei von großer Offenheit geprägt gewesen sei.

Alle die genannten Arbeiten waren von Schülerhand entstanden, die meisten in den zweieinhalb Projekttagen, die am Joseph-Bernhart-Gymnasium in der vergangenen Woche veranstaltet worden waren. Dr. Thomas Wolf, stellvertretender Schulleiter, fasst als Fazit der Schulfeier zusammen: "Ein rundum gelungenes Fest." Vor allem wenn man den weiteren Zweck der Veranstaltung bedenkt: Teile des Erlöses des JBG-Schulfestes werden dem Kinderhospiz St. Nikolaus in Bad Grönenbach gespendet. (mz)

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