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20.07.2010

Die Bombe im Bankdepot

Werner Eberhard mit der entschärften 250-Kilo-Bombe, die im Depot der Raiffeisenbank Pfaffenhausen lagert.

Pfaffenhausen Als Ende April 1945 der Krieg zu Ende ging, kam er auch noch mit Tieffliegern und Bomben in unsere Gegend. Die Amerikaner beschossen und bombardierten bei ihrem Vormarsch von Westen her alles, was sich in den Weg stellte oder für sie gefährlich werden konnte. So fielen auch Bomben auf Pfaffenhausen.

Ein "Pflegebericht" des Blindenheimes Pfaffenhausen vom April 1945 schildert dies so: "Am 26. April um 12 Uhr mittags erlebten wir einen Tieffliegerangriff, der direkt dem Ort Pfaffenhausen galt. Man hörte schwere Bombeneinschläge und das Krachen und Klirren von Fensterscheiben... Drei Häuser im unteren Markt waren durch Bombenabwürfe schwer mitgenommen, fast ganz zerstört. Von der Bevölkerung kam niemand ums Leben, jedoch drei Soldaten, die noch durchfuhren, wurden erschossen..."

Tatsächlich waren im gesamten Flecken die Fensterscheiben - auch die großen Kirchenfenster - zerbrochen. Etliche Dächer waren abgedeckt oder beschädigt.

Der Angriff hatte einem kleineren Trupp von deutschen Soldaten mit Pferden gegolten, die bei ihrem Rückzug auf einer Wiese (heute Netto-Markt) rasteten.

Die Bombe im Bankdepot

Dabei wurde unter anderem der benachbarte Schwegle-Hof in Brand geschossen. Hier steht heute das Raiffeisenhaus/Gesundheitszentrum.

Beim Bau des Gebäudes im Jahre 1999 wurde auch noch eine Blindgänger-Fliegerbombe vom damaligen Angriff gefunden und entschärft. Sie ist heute im Besitz der Raiffeisenbank Pfaffenhausen. Es ist geplant, sie künftig im Foyer als Zeitdokument auszustellen. (hlz)

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