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Kneipp-Geburtstag in Bad Wörishofen

19.05.2015

Ein Hoch auf den Wohltäter

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6 Bilder
Kein Kneipp-Geburtstag ohne die Jazztanzgruppen des Stamm-Kneipp-Vereins. Hier sorgen die Starlights für akrobatische Einlagen beim Festakt im Kursaal.
Bild: Maria Schmid

Kinder und Jugendliche feiern mit Musik, Gesang und Tanz ein prächtiges Fest im Kursaal. Die Feierlichkeiten fielen diesmal noch größer aus als sonst

Was wäre Bad Wörishofen heute ohne den Wasserdoktor Kneipp, den Wohltäter der Stadt? Entsprechend herzlich und in diesem Jahr noch größer als sonst fiel die Feier zum Geburtstag des Pfarrers aus. 194 Jahre wäre er heuer alt geworden. Kneipp zu Ehren zeigten vor allem Schülerinnen und Schüler mit Leitern und Lehrkräften der Irmgard Seefried Sing- und Musikschule im Kursaal die besten musikalischen Künste. Kurdirektor Horst Graf begrüßte die Gäste und sprach den Akteuren auch im Namen beider Bürgermeister seinen herzlichen Dank für das große Engagement aus. Er berichtete von der Enthüllung der Gedenktafel am Vortag in Stephansried, dem Geburtsort von Sebastian Kneipp (wir berichteten).

Pater Rüdiger Prziklang erinnerte beim Festgottesdienst in St. Justina an Kneipps „Vergesst mir die Seele nicht!“ Er sprach von der Harmonie mit Gott, den Menschen und der Harmonie mit sich selber. Harmonie war auch das Ausschlaggebende beim Festakt im Kursaal, bei der die Säule Entspannung ganz besonders präsentiert wurde. Für Momente der Verzauberung sorgten die kleinsten Ballettelevinnen der Ballettschule Camelia Petricica. Nach der Musik von Franz Schubert „Ein Sommertag im Juli“ zeigten sie in spielerischer Weise Freude, kleine Rivalitäten und Streiche bis hin zum Auftreten eines Gewitters, das sie beim Picknick überraschte. Schnell die Decke über die Köpfe gezogen und „husch“ waren sie von der Bühne verschwunden. Der „Spanische Tanz“ von Alexandre Glazunov mit drei Spanierinnen in leuchtend roten Kleidern und Fächern wurde zu einem getanzten Erlebnis.

Musikalische Geburtstagsgrüße überbrachten Bernd Schmolke und seine fünf Kinder Matthias, Julian, Simon, Florian und Carina. Beim „Tanz der Trolle“ aus der Peer Gynt Suite von Edvard Grieg ließen Matthias und Julian auch die Tasten des Klaviers tanzen.

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Darius Werny an der Klarinette glänzte mit dem Klezmer-Stück „Aer“ von David Orlowsky, zusammen mit seiner Band, eine tolle Interpretation. Das aus Lehrkräften und Schülern bestehende Ensemble aus Querflöten, Klarinetten, Saxofon, Klavier, Schlagzeug und E-Bass spielten das berühmte „My Way“. Ein kleines Ensemble ließen das „Let it go“ aus dem Animationsfilm „Frozen“ von Walt Disney hören.

Ein besonderer Auftritt gelang Annika Weishaupt. Sie sang „Ich gehör nur mir“ aus dem Musical „Elisabeth“. Karl Stepper begleitete sie am Flügel. Unter der bewährten Leitung von Claudia Sachon tanzten die sechs Jazztanz-Gruppen des Stamm-Kneipp-Vereins, die zu einem Kneipp-Geburtstag immer dazugehören. Da wurde es akrobatisch, der Applaus war den Gruppen sicher. Den Abschluss bildeten die lautstarken „RocKinks“. Das Kurhaus bebte. Mit Gesang und am Saxofon hatte Selina Eberle aus Kirchdorf eine Premiere. Wohl verdienten Riesenapplaus erhielten alle Akteure vom Publikum.

Erstmals wurde der Kneipp-Geburtstag mit dem internationalen Museumstag verknüpft. Im Museumsgarten wurden die vier neu gestalteten Kräuter- und Kräuter-Hochbeete übergeben. Stadtgärtnermeister Andreas Honner, Vize-Kurdirektor Werner Büchele und Apotheker Hans-Horst Fröhlich leisteten den Pflanzen eine frische Dusche aus altehrwürdigen Gießkannen. Die Fläche der Beete umfasst 70 Quadratmeter. Sie sind aus hellgrauen Granitsteinen fest gemauert worden. 3400 Euro hat das gekostet. Hochbeete haben sich aus den Hügelbeeten des 18. Jahrhunderts entwickelt. In der Marienkapelle in der Kirche des Klosters gibt es den wunderschönen „Pflanzenhimmel“, den Schwester Mater Donatilla 1956 nach dem Brand im Kloster, in feinster, akribischer Malerei, neu gestaltete. Dazu hielt Fröhlich einen bemerkenswerten Vortrag.

Eine historisch geprägte Radtour mit August Filser, weitere Vorträge und die Angebote von Fliegermuseum und Kutschensammlung rundeten den Festtag ab.

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