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Bad Wörishofen

21.05.2019

Ein neuer Veranstaltungssaal schließt die Lücke

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Der Grundriss des geplanten neuen Veranstaltungssaals: Die Kirchenstiftung St. Justina will mit diesem 1,8-Millionen-Euro-Projekt eine Lücke schließen und Platz für Veranstaltungen mit bis zu 170 Personen schaffen.

Plus Die Kirchenstiftung St. Justina investiert rund 1,8 Millionen Euro in einen neuen Veranstaltungsraum. Der Spatenstich steht bevor - und die Namenssuche.

Seit das Katholische Pfarr- und Jugendheim an der Oberen Mühlstraße geschlossen ist, wurde immer wieder ein größerer Saal in der Kneippstadt vermisst. Oft ist der Kurhaussaal zu groß oder das „Haus zum Gugger“ zu klein für bestimmte Veranstaltungen. Diese Lücke schließt nun die Katholische Kirchenstiftung St. Justina mit dem Neubau eines Pfarrsaales samt Nebenräumlichkeiten gleich nördlich des bestehenden Pfarrheimes an der Schulstraße, eingebettet zwischen Schulstraße und Hauptstraße im sogenannten Pfarrgarten.

Der Saal ist dann mit der Bankettbestuhlung für 170 Personen geeignet und hat eine Größe von gut 200 Quadratmetern. Wäre er größer geworden – was sich sicher einige gewünscht hätten – dann wären die Auflagen wegen des Versammlungsgesetzes so groß geworden, dass es aus finanzieller Hinsicht nicht mehr zu schultern gewesen wäre, wie Martin Kistler, der Kirchenpfleger von St. Justina im Gespräch erläutert.

Am kommenden Samstag um 18 Uhr erfolgt im Pfarrgarten der Spatenstich mit entsprechend prominenter Beteiligung. Zum ebenerdigen Gebäude, das zur Hälfte unterkellert ist, gehören noch weitere Funktionsräume.

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Was es in dem neuen Gebäude in Bad Wörishofen geben wird

Ein Lagerraum für Noten, eine Anrichtküche und eine mobile Bühne sind ebenso geplant wie ein Proberaum für die Chöre, sowie Garderoben und WCs sowohl oben, als auch im Keller.

Entlastet werden kann dann auch das Pfarrheim daneben, wo die vier Gruppenräume bereits an ihre Grenzen stoßen. Vom Pfarrgarten bleibt trotz der Bebauung des 5000 Quadratmeter großen Grundstücks noch genügend Platz übrig, um das Pfarrfest und ähnliche Veranstaltungen dort stattfinden zu lassen. Auf diese Aussage legt Martin Kistler besonderen Wert.

Ebenso wichtig ist ihm die Erklärung zur Parkplatzsituation. Es gibt zwei Zufahrten, einmal von der Hauptstraße her und zum anderen von der Schulstraße aus. Dazu steht bei jeder Einfahrt ein Parkplatz mit 19 bzw. 15 Stellplätzen zur Verfügung. Bei der Hauptstraße erfolgt zu Zufahrt vom bisherigen kleinen Parkplatz nördlich des Pfarrhofes aus.

Genutzt werden soll der Saal zunächst zwar für kirchliche Veranstaltungen Pfarrfamilienabende, Pfarrfest, Vorträge, Kinderfaschingsball und vieles mehr. Darüber hinaus kann er aber auch von Vereinen und Institutionen angemietet werden. Im Zusammenhang mit der Baumaßnahme soll auch gleich ein barrierefreier Zugang zum Pfarrhaus und zur Pfarrkirche hergestellt werden.

Was ebenfalls noch gemacht werden soll

Auch der nördliche Bereich bei der Pfarrkirche, der inzwischen ziemlich mitgenommen aussieht, sollte im Nachgang neu gestaltet werden. Mit der Planung war das Architekturbüro Rohrmoser aus Waal beauftragt worden, das den Wettbewerb gewonnen hatte. So weit es möglich ist, sollen bei der Durchführung auch heimische Firmen zu Zuge kommen.

An Kosten wurden bisher 1,8 Millionen Euro veranschlagt, und diese Summe wurde, auch das ist Martin Kistler wichtig, bis zur bisherigen Planung nicht überschritten. Die Diözese hat zugesagt, 45 Prozent der Kosten zu übernehmen. Auch die Stadt hat einem Zuschuss, der allerdings erst in vier Raten ausgezahlt werden soll, zugestimmt. Den Rest muss die Kirchenstiftung von St. Justina selbst aufbringen. Dass dabei Spenden willkommen sind, versteht sich von selbst.

Lesen Sie dazu auch, wie es mit dem ehemaligen Pfarr- und Jugendheim weitergeht: Suche nach seltenen Untermietern

Dies wird in einem Flyer mit Plan und Hinweisen auf den Bau zum Ausdruck gebracht. Der Flyer mit dem Spendenkonto liegt inzwischen aus, Spenden können aber im Pfarrbüro abgegeben werden. Auch bei diversen Veranstaltungen werden, wie dies in solchen Fällen üblich ist, Gelder für den Bau erwirtschaftet werden, damit sich das erfüllt, was in der Einladung zum Spatenstich steht: „Was lange währt, wird endlich gut“.

Begrüßt wird das Vorhaben in dem Flyer ausdrücklich auch vom Pfarrgemeinderat durch Gisela Ledermann, für die Chöre von Kirchenmusiker Karl Stepper und auch von Kurdirektorin Petra Nocker, die ihn für eine Bereicherung der Kurstadt hält. Gesucht wird übrigens auch noch ein passender Name für das neue Projekt.

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