Newsticker
Bundesregierung stuft mehr als 20 Länder als Hochrisikogebiete ein
  1. Startseite
  2. Lokales (Mindelheim)
  3. Führungswechsel in Maria Baumgärtle

Breitenbrunn

24.05.2020

Führungswechsel in Maria Baumgärtle

Der Wallfahrtsort Maria Baumgärtle liegt idyllisch mitten im Unterallgäu und ist das ganze Jahr über Ziel von Wallfahrern und Gläubigen.
Bild: Josef Hölzle

Plus Pater Alois Schlachter übernimmt ein neues Amt in Rom. Sein Nachfolger steht schon fest.

Kaum haben Ende 2019 die „Missionare vom Kostbaren Blut“ im Unterallgäuer Wallfahrtsort Baumgärtle eine Chronik über die 300-jährige Geschichte der Wallfahrt vorgelegt, muss schon ein neues Kapitel angefügt werden. Der langjährige Rektor und Wallfahrtsseelsorger Pater Alois Schlachter hat Anfang Mai das Missionshaus Baumgärtle verlassen, um eine neue Aufgabe in der Generalleitung seiner Ordensgemeinschaft in Rom zu übernehmen.

Als Rektor hat er Maria Baumgärtle geprägt

Seine Nachfolge als Kirchenrektor, als Hausoberer, Ökonom und Verantwortlicher der Laiengemeinschaft hat Pater Georg Wiedemann übernommen. Alois Schlachter hat Maria Baumgärtle als Rektor seit 2013 nachhaltig geprägt. Er gewann durch seine überzeugende Art der Glaubensvermittlung und seine Aufgeschlossenheit viele Sympathien bei den Gläubigen und insbesondere auch bei Jugendlichen. Zum Abschied blickte er im Gespräch mit der MZ voller Dankbarkeit auf die vielen Begegnungen, geistlichen Begleitungen und Vertrauensbeweise zurück. Er verlasse Baumgärtle mit Wehmut, zumal sich der Wallfahrtsort durch eine wohltuende „Normalität“ auszeichne; hier werde nicht mit „Spektakulärem und Außerordentlichem“ gearbeitet, betonte er rückblickend.

Die von ihm geplante Abschiedsfeier mit vielen Gläubigen und Wegbegleitern fiel zu seinem großen Bedauern wegen der Corona-Situation aus.

Das ist Pater Wiedemanns Vita

Auch sein Nachfolger als Kirchenrektor in Baumgärtle, Pater Georg Wiedemann (geb. 1968), hat eine besondere Beziehung zu Baumgärtle. Er stammt aus Unterroth und ist gelernter Gärtner. Als Spätberufener machte er seinen theologischen Weg in der Gemeinschaft der Missionare vom Kostbaren Blut. Nach dem Studium in Salzburg und einem Pastoraljahr in Ottobeuren und Baumgärtle wurde er 2007 in Salzburg zum Priester geweiht. Ab 2009 baute Pater Georg in Salzburg das Exerzitien-Kolleg „St. Josef“ auf und stetig aus. Hier war er als Rektor bis zuletzt mit Glaubenskursen, Exerzitien sowie mit dem Aufbau der Laiengemeinschaft engagiert.

Pater Georg hat seine neue Aufgabe in Baumgärtle mit viel Zuversicht angetreten. Er freut sich nun insbesondere darauf, für die vielen Wallfahrer und gläubigen Gottesdienstbesucher da sein zu können. Deshalb wolle er mit den Angeboten in der Wallfahrtskirche und Begegnungsstätte bei den vielen Gästen dazu beitragen, die Liebe und Nähe Gottes zu entdecken. Dabei seien ihm vor allem auch Familien-Angebote wichtig. Mit dem Empfang der neuen „Chronik von Baumgärtle“ aus der Hand seines Vorgängers Pater Alois habe er symbolisch und persönlich auch die Verpflichtung übernommen, für die Fortführung des großen Erbes von Maria Baumgärtle einzustehen und zu sorgen.

Vier Patres und zwei Missionsschwestern in der Hausgemeinschaft

Die Hausgemeinschaft im Missionshaus Baumgärtle besteht derzeit aus vier Patres, einem Laienbruder und zwei Missionsschwestern. Diese erwarten und betreuen pro Jahr tausende von gläubigen Betern, Beichtenden, Gottesdienstbesuchern und Wallfahrern. Dazu gehören zahlreiche Wallfahrer-Gruppen, wie Pfarrwahlfahrten, Radler- und Fußwallfahrten, eine Kinderwallfahrt oder auch die traditionelle Friedens- und Kriegerwallfahrt. Sie alle finden sich in Baumgärtle zum Beten, Bitten, Büßen oder Danken ein. Zudem ist das Missionshaus auch eingebunden in die umfangreiche Seelsorgeaufgabe der großen Pfarreiengemeinschaft Pfaffenhausen.

Lesen Sie auch: Große Kunst aus dem kleinen Örtchen Rappen

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren