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90. Geburtstag

14.04.2011

„Ich habe nur meine Arbeit getan“

Schwester Primasia (2. v. l.) nimmt die Glückwünsche zum 90. Geburtstag vom zweiten Bürgermeister Josef Fischer und ihrer Mitschwestern Salutaris sowie Oberin Marion entgegen.
Bild: Foto: Ludwig Schuster

Schwester Primasia ist geistig und körperlich noch sehr fit

Bad Wörishofen In der Kneipp‘schen Kinderheilstätte konnte Schwester Primasia bei guter Gesundheit ihren 90. Geburtstag feiern. Zweiter Bürgermeister Josef Fischer überbrachte im Namen der Stadt und des Landkreises die Glück- und Segenswünsche und wünschte der Jubilarin noch viele schöne Jahre im Kreise ihrer Mitschwestern.

Als Maria Kroner kam sie in Teisnach im Bayerischen Wald zur Welt und hatte mit ihrer drei Jahre jüngeren Schwester eine glückliche Kindheit. Schon in jungen Jahren reifte in Maria der Wunsch, in ein Kloster einzutreten. Mit 16 Jahren wagte sie diesen Schritt bei den Mallersdorfer Schwestern in Mallersdorf. Hier besuchte sie die Mittelschule, machte ein Kindergartenseminar mit praktischer Ausbildung, besuchte eine Krankenpflegeschule und legte das Examen ab. Ihr Namenspatron zur Schwester „Primasia“ war ein hl. Bischof aus Afrika. In den Kriegsjahren wurde sie nach Hindelang zu einem Kindergarten geschickt.

Doch bereits ein Jahr später konnte Schwester Primasia nach Mallersdorf zurück beordert werden, weil sie im dortigen Lazarett dringend gebraucht wurde. Nach dem Krieg durfte sie sieben Jahre in einem Kindergarten in Nabburg arbeiten, 1952 wurde sie zur Kindergartenleiterin in Altmannstein bei Ingolstadt berufen. Viele Jahre später wurde sie dann Leiterin des angrenzenden Altenheimes. In Altmannstein leitete sie zudem dreißig Jahre den Kirchenchor. Die Stadt ernannte sie für ihre 43 Jahre bis 1994 erworbenen großen Verdienste zur Ehrenbürgerin von Altmannstein. Bescheiden wie Schwester Primasia ist, erzählt sie heute: „Ich war immer für alle da und habe nur meine Arbeit getan.“

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Sie freute sich aber riesig, dass aus ihrer „zweiten Heimat“ eine Abordnung der Stadt, der Pfarrei und des Kirchenchores sie zur ihrem Geburtstag in Bad Wörishofen besuchte. Vor 17 Jahren, als Schwester Primasia in Ruhestand ging, kam sie in die Kneippstadt. Sie fühlt sich in der Schwesterngemeinschaft, der 60 Mitschwestern angehören, sehr wohl und gut aufgehoben. Sie ist glücklich, dass sie geistig und körperlich noch so fit ist. Täglich macht sie mit Schwester Veneranda größere Spaziergänge.

Dass sie dem Mallersdorfer Orden vor 74 Jahren beigetreten ist, hat sie nie bereut. Schade findet sie nur, dass ihre drei Jahre jüngere Schwester, die in Teisnach viele Jahrzehnte eine Bäckerei mit Café führte, aus gesundheitlichen Gründen nicht zu ihrem runden Geburtstag kommen konnte. Entschädigt wurde sie aber durch die Glückwünsche aller Mitschwestern. (er)

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