Newsticker

Söder fordert bundesweit einheitliche Regeln für regionale Corona-Gegenmaßnahmen
  1. Startseite
  2. Lokales (Mindelheim)
  3. Jetzt soll es Kommissar Kluftinger richten

21.10.2009

Jetzt soll es Kommissar Kluftinger richten

Mindelheim (jsto) - Um den heißen Brei mochten vor dem Jugend-, Kultur- und Sozialausschuss auch Kulturamtsleiter Christian Schedler und Bürgermeister Dr. Stephan Winter herumreden. Die Besucherzahlen des zweiten Mindelheimer Theaterherbstes sind enttäuschend ausgefallen. Dennoch: Es soll auch im Jahr 2010 vom 14. bis 16. Oktober einen Versuch geben, die Mindelheimer fürs Theater zu begeistern. Und es gibt Gründe, dass es dann besser laufen könnte. Eines der drei Stücke ist dem Allgäuer Kult-Kommissar Kluftinger gewidmet. Der Bestseller-Roman Rauhnacht von Kobr und Klüpfel soll auf die Bühne gebracht werden. Das könnte ziehen, hofft Schedler. Daneben wird es eine Shakespeare-Komödie geben (Pulp and Fiction) sowie eine Revue. Die Zahlen des Jahres 2009 waren freilich alles andere als erfreulich. 156 Besucher wollten den Jedermann sehen, 79 hatten sich zu Bash ins 383 Plätze fassende Stadttheater verirrt und 95 genossen zum Abschluss "Ausgerechnet Bananen!". Im Vorjahr waren im Schnitt noch 200 Besucher zu jeder Veranstaltung gekommen. Hinzu kamen heuer aber noch zwei ausgebuchte Schulversanstaltungen mit 555 Besuchern.

Insgesamt 6857 Euro kostete den Mindelheimer Steuerzahler das LTS-Gastspiel. 4919 Euro sind an Einnahmen erzielt worden. Die Ausgaben bezifferte Christian Schedler auf 11 777 Euro. Das Budget ist gedeckt, weil der Stadtrat 10 000 Euro bereit gestellt hatte. Kulturamtschef Schedler und Bürgermeister Dr. Stephan Winter reagierten etwas ratlos auf die Verweigerungshaltung der Mindelheimer. Die Qualität der Stücke und die Leistung des LTS seien hervorragend gewesen, lobten sie. Das bestätigten auch Dr. Christine Döring-Coen und Dr. Manfred Schuster. Ursula Kiefersauer meinte, man solle sich nicht beeirren lassen. Der Theaterherbst sei eine gute Idee. Eine "Riesenlanze" für das Landestheater brach auch Peter Schmid (SPD). "Beibehalten, nicht müde werden, weitermachen", so sein Appell. Der Ausschuss nahm in seinen Beschluss extra den Dank an das Landestheater für die gute Zusammenarbeit auf.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren