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Aus dem Mindelheimer Stadtrat

07.08.2017

Kleingärtner müssen warten

Eine Kleingartensiedlung wie diese hier wird es in Mindelheim in naher Zukunft nicht geben. Obwohl durchaus Nachfrage besteht, sieht die Stadtverwaltung derzeit keine Möglichkeit, so eine Anlage zu realisieren.
Bild: Ulrich Wagner

Weil die Verwaltung Wichtigeres zu tun, verzögert sich weiter der Bau einer Schrebergartensiedlung

Seit Jahren drängt die Mindelheimer Bürgergemeinschaft darauf, dass die Stadt einen weiteren Schrebergarten schafft. Die Nachfrage nach einem solchen Stück Idyll in der Natur sei hoch. Dem verschließt sich Bürgermeister Stephan Winter grundsätzlich auch nicht. Aber obwohl erste Schritte unternommen worden sind, im sogenannten Gleisdreieck eine solche Anlage zu schaffen, kommt das Projekt kaum voran. Jetzt wurde offen angesprochen, warum. Es gebe Wichtigeres zu tun.

Der stellvertretende Bauamtsleiter Michael Egger sagte im Stadtrat, „das Vorhaben steht nicht an alleroberster Stelle“. Die Bauverwaltung könne sich derzeit schlicht nicht darum kümmern. Es seien derzeit so viele Bebauungspläne gleichzeitig in Arbeit wie noch nie. Egger versicherte aber, die Schrebergärten seien nicht vergessen worden.

Für einen Infoabend ist es noch zu früh

Die Bürgergemeinschaft hatte in einem Antrag den Bürgermeister darum gebeten, alle Interessierten einzuladen, um einen Kleingartenverein zu gründen. Das allerdings hält Stephan Winter derzeit für verfrüht. Er hält es für sinnvoller, wenn an einem solchen Termin auch Fakten berichtet werden könnten. „Wir brauchen Butter bei die Fische“.

Derzeit sei zum Beispiel nicht bekannt, was eine Parzelle an Pacht kostet. Sicher sei nur, dass sie deutlich höher ausfallen muss als bei den althergebrachten Schrebergärten. Der Grund: Das Gelände muss erst noch mit Weg und Wasseranschlüssen erschlossen werden. Diese Kosten müssen geschultert werden. Unklar sei auch, wie groß die einzelnen Gärten ausfallen. Einen Erfolg konnte die Stadtverwaltung inzwischen bereits mit der Deutschen Bahn erzielen. Die Bahn sei bereit, dass einer der Feldwege entlang der Linie Mindelheim – Günzburg oder Mindelheim – Buchloe von den Kleingärtnern genutzt werden darf. Eine schriftliche Vereinbarung sei aber noch nicht getroffen worden, sagte Egger.

In jedem Fall gehört der Stadt im Gleisdreieck bisher nur ein Teil der Fläche. Für die Bauabschnitte zwei und drei müssten noch die Flächen erworben werden.

Viel Arbeit für die Rathaus-Mitarbeiter

Bürgermeister Winter unterstrich die hohe Belastung seiner Mitarbeiter. Die „Wohnbau-Problematik“ zu lösen hat nach dem Willen des Stadtrates Vorrang. Bebauungspläne machten sich nicht von alleine.

Manfred Schuster (BG) fragte, wann die Mindelheimer mit dem Schrebergarten rechnen dürften: 2019, 2020 oder 2021? Ob die Wahl vorher sei? Das wiederum ärgerte Christoph Walter, CSU. Eine Versammlung mache derzeit wenig Sinn, wenn die Fakten nicht geklärt sind. Nach der Sommerpause glaubt der Bürgermeister, dass mehr Klarheit besteht.

Mit 18 gegen fünf Stimmen lehnte der Stadtrat den Antrag ab, schon jetzt zu einer Gründungsversammlung eines Kleingartenvereins einzuladen.

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