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Unteregg

10.12.2019

Klingende Vielfalt beim Musikverein Unteregg/Oberegg

Großen Beifall bekamen die Musiker des Musikvereins Unteregg/Oberegg am Ende ihres Jahreskonzertes.
Bild: sid

Klingende Vielfalt und großer Beifall beim Konzert des Musikvereins Unteregg/Oberegg. Dabei werden Themen wie Orkan Kyrill auch dramatisch vertont.

Es ist die wohl „Fröhlich“ste Musikkapelle im ASM-Bezirk 10, und das nicht nur, weil es zehn aktive Musikerinnen und Musiker mit dem Namen Fröhlich gibt. Die Freude am Musizieren, auch bei schwierigen, dramatischen Werken, sprang beim Jahreskonzert sofort auf das Publikum im Goldenen Adler in Unteregg über.

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Dirigent Hubert Fröhlich hatte ein Programm zusammengestellt, das die Musikanten auch forderte. Sie zeigten dabei eine beachtliche Leistung, auf die sie stolz sein können. Denn mit dem Arbeitspensum kamen sie wunderbar zurecht. Das honorierte das Publikum immer wieder mit großem Applaus.

Liebe steht beim Musikverein Unteregg/Oberegg im Vordergrund

Beim Musikverein Unteregg/Oberegg steht die Liebe groß im Vordergrund und das nicht nur zur Musik. Das bewies gleich zu Beginn die launige Moderation von Flötistin Maria Müller bei ihrem Lieblingsthema zur Komposition „Concerto d’amore“ von Jacob de Haan. Sie hatte im Vorfeld des Konzertes ihre Musikerkollegen mit der Frage konfrontiert: „Was ist eigentlich Liebe?“ Die Antworten waren so unterschiedlich wie die einzelnen Menschen. Als sie diese Frage den Gästen stellte, kam die prompte Antwort: „Arbeit, Arbeit, Arbeit!“ Das Lachen, eben die Fröhlichkeit, auch sie blieb das Thema des Abends. Das änderte sich lediglich bei der dramatischen Komposition von Otto Martin Schwarz. Ihn habe, so Maria Müller, der Orkan „Kyrill“ nicht mehr losgelassen und damit ein Werk geschaffen, das dieses Jahrhundertereignis hervorragend beschreibt. Die Folgen des am 18. Januar 2007 hereinbrechenden Orkans hatte ihn so stark beeindruckt, dass die Ereignisse in musikalischen Bildern zu hören waren, von den Musikern des Musikvereins hervorragend umgesetzt, und das mit zauberhafter Landschaft, Sirenengeheul und Starkregen, von einigen Musikanten durch Fingerschnippen demonstriert.

Klingende Vielfalt beim Musikverein Unteregg/Oberegg

Ob „Patria“ von Thiemo Kraas, das „Concert Prelude“ von Philip Sparke oder „Norica Timber“ von Walter Grechnig, die Musikanten zeigten sich von ihrer besten Seite.

Gelungene Kontraste beim Konzert des Musikvereins Unteregg/Oberegg

Nach den Ehrungen, die Anton Jall und Rudolf Jackel vom ASM durchführten, wurden die Stücke launiger wie bei der Polka „Zeitlos“ von Martin Scharnagel und temperamentvoller wie beim „El Cumbanchero“ von Rafael Hernandez. Eine Polka machte Furore, die „Löffelpolka“ von Antonin Borowicka. Der Star, der in Bergsteigerkluft mit vollgepacktem Rucksack auf die Bühne kam, war Schlagzeuger Raphael Kuhn. Die ersten Löffel waren ihm zu klein, doch dann zauberte er aus seinem Rucksack nicht nur eine große Bratpfanne und vieles andere mehr, sondern auch die passenden großen Löffel. Er verstand es, diese in hexenartiger Geschwindigkeit auf seinen Knien im Rhythmus tanzen zu lassen.

Einen gelungenen Kontrast bot das Medley mit den „Glee Showtroopers“. „Glee“ ist eine der erfolgreichsten amerikanischen Fernsehserien. Für Deutschland noch Zukunftsmusik mit fetzigen modernen Versionen von Rock-Klassikern wie „Jump“, „Total Eclipse of the Heart“, „The Safety Dance“ oder „Dream On“.

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