20.07.2017

Lernen fürs Leben

Die Schüler der 8. Klassen der Pfarrer-Kneipp-Mittelschule besuchten die Berufsschule.
Bild: Maria Schmid

Schule Die 8. Klassen der Pfarrer-Kneipp-Mittelschule sehen sich um

Bad Wörishofen Schule macht Spaß. Vor allem dann, wenn das Lernen fürs Leben nicht nur in der Theorie sondern auch in die Praxis umgesetzt wird. Das erlebten die Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse der Pfarrer-Kneipp-Mittelschule in diesem Jahr gleich zweimal.

Konrektorin und Klassenleiterin Simone Frischholz besuchte mit ihrer Klasse die Außenstelle der staatlichen Berufsschule für gastronomische Berufe in Bad Wörishofen. Schulleiter Gerhard Weiß freute sich über diesen Besuch, sind doch gerade die hier unterrichteten Berufe in einer Stadt wie Bad Wörishofen mit viel Gastronomie und Tourismus besonders wichtig. Jutta Horstmann, Leiterin der Klasse der Hotelkaufleute hatte ein großes Programm für die Mittelschüler vorbereitet.

Dass die Berufsschule ein Ort der Vielfalt ist, zeigte sich bei der aktiven Mitarbeit der Schüler. Sie erfuhren ganz praktisch, worin die Aufgaben der einzelnen Berufe liegen. In mehreren Stationen lernten sie wie erfrischende Cocktails, natürlich ohne Alkohol, gemixt werden.

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Sie buken sich ein Omelett oder Spiegeleier, errieten Kräuter im Sinne von Pfarrer Kneipp und bauten diese in ihren Speiseplan mit ein. Die Schüler lernten gesundes Essen zuzubereiten.

Doch zum gelungenen Essen gehört ein schön und vor allem richtig gedeckter Tisch. Sie falteten Servietten und wie und wo genau das Besteck liegen muss. Wie war das noch? Einen Daumenbreit vom Tischrand entfernt?

Außerdem erzählten Auszubildende von ihren vielschichtigen Berufen. Sie berichteten vom Pro und Kontra und von realistischen Arbeitszeiten. Die Schüler waren von diesem Tag in der Berufsschule begeistert und nutzten die anschließende Gelegenheit zum erfrischenden Wassertreten im Ostpark. Ein ganz anderes Projekt fand bereits im April statt.

An diesem Projekt der Achtklässler waren alle Lehrfächer integriert. Da es in diesem Schuljahr keine Schülerfirma gibt, setzten sie eine andere Idee um. Es war Osterzeit. Die Schüler bastelten besondere Osterkerzen. Dabei kamen die Fächer Deutsch als die Sprache der Werbung ins Spiel, Mathematik für die Berechnung der Arbeit, dazu die Fächer Arbeit, Wirtschaft, Technik, kurz AWT genannt.

Im Fach Soziales bereiteten sie Essen, Fingerfood, vor. Für den Verkauf stellten sie Flyer und Plakate her. In Sachen Technik mussten Holzplatten geschnitten werden. So banden sie alle Fächer in dieses Projekt mit ein. Die Schüler wollten jedoch noch mehr. Eine richtige Verpackung wäre ideal. Tricor, Hersteller für Verpackungen aus Wellpappe ist ein Schulpartnerschaftsunternehmen. Es gab eine Betriebsbesichtigung mit den Schülern. Dann stellte die Firma das Material zur Verfügung.

Fünf Schüler stellten die richtige Verpackung her. Dafür kamen sie dreimal in der Woche in die Firma. Die Osterkerzen bekamen Kartons. Damit diese nicht zu nüchtern aussahen, schmiedeten sie im Deutschunterricht passende Gedichte, wie dieses Beispiel zeigt: „Osterglocken klingen, die Osterhasen springen, eine Osterkerze liegt im Nest, wir wünschen euch ein frohes Fest.“

Diese Gedichte druckte die Firma Tricor aus, versehen mit ihrem Firmenlogo und dem Logo der Pfarrer-Kneipp-Grund- und Mittelschule. Die Schüler klebten sie auf die Außenseiten der Kartons. Das Ganze Projekt erwies sich als Verkaufsschlager.

Die Arbeit von mehr als drei Monaten hatte sich gelohnt. Zu Recht waren nicht nur die Schüler, sondern auch ihre Eltern stolz darauf.

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