1. Startseite
  2. Lokales (Mindelheim)
  3. Neue Kita wird zum Treff der Ettringer Generationen

Ettringen

22.05.2019

Neue Kita wird zum Treff der Ettringer Generationen

Copy%20of%20Ettringen_Kita_1.tif
2 Bilder
Selbstgebastelte Stirnbänder verraten: hier sind die Kinder der Eisbären- und Krokodilgruppe am Werk. Im Rahmen der Heiligen Messe durften sie aus Pappsteinen unter den wachsamen Augen von Betreuerin Roswitha Schmid und Pater Michael ihr Kindergarten-Traumhaus zusammenstellen.
Bild: Regine Pätz

Die Einweihung der Erweiterung der Kindertagesstätte wurde zum Generationentreff, konnte die Einrichtung doch zeitgleich 40. Geburtstag feiern.

Bisweilen kann auch seine Geistlichkeit an weltlichen Dingen scheitern. So sollten sich im Rahmen der Feierlichkeiten zur Einweihung des Kindergartens im Ettringer Ortsteil Siebnach, so schildert es Bürgermeister Robert Sturm, alle daran Beteiligten eingefunden haben, um gemeinsam zu feiern. Nur einer fehlte – der Pfarrer.

In Anbetracht der Fülle seiner Aufgaben hatte er den festlichen Termin schlicht versäumt. Zur Überbrückung bis zu dessen Eintreffen übernahm kurzerhand der Bürgermeister das Amt - und betete einige Rosenkränze mit den Gästen.

Zur Erweiterung der Ettringer Kita trafen sich viele, die hier schon selbst in den Kindergarten gegangen sind

Nun ist alles „in trockenen Tüchern“. Pater Michael, das Kindergartenteam, Bürgermeister Robert Sturm, viele Gemeinderatsmitglieder und Gäste kamen zusammen, um die offizielle Einweihung des Erweiterungsbaus der Kindertagesstätte St. Martin zu feiern.

ecsImgBannerWhatsApp250x370@2x-5735210184021358959.jpg

Zur großen Freude von Einrichtungsleiterin Erika Silbernagl war das eigens im Garten errichtete Festzelt gut gefüllt, denn nicht nur der Erweiterungsbau sollte im Mittelpunkt stehen: Fast auf den Tag genau vor 40 Jahren öffnete der Kindergarten Ettringen erstmals seine Türen und so fanden sich unter den anwesenden Eltern heutiger Kindergartenkinder auch viele, die selbst einmal Sankt-Martins-Kind gewesen sind.

So lag schon fast ein wenig Nostalgie in der Luft, gerade wenn man sich der dazu ausgestellten Fotogalerie im Haupthaus aus den vergangenen vier Jahrzehnten widmete. Und so sprach die Anwesenheit vieler, gerade älterer Semester wohl auch eine deutliche Sprache und zeigte den Verantwortlichen der Tagesstätte, dass die Einrichtung fest ins Dorfleben integriert ist.

So richtete Erika Silbernagl ihren Dank ausdrücklich auch an die vielen Ettringer Vereine, die an diesem Sonntag mitgewirkt und mitgeholfen haben, ein Fest für alle daraus werden zu lassen.

Dass Einrichtungsleiterin Erika Silbernagl eng in die Planungen und Umsetzung der KiTa-Erweiterung mit eingebunden war, belegte nicht nur Robert Sturm in seiner Festrede. So habe Silbernagl „Tag und Nacht“ in der KiTa verbracht, und sei so eine der Säulen des Unterfangens gewesen. „Architekt Herwig Wagner könnte Sie einstellen“, bescheinigte er der Einrichtungsleiterin launig.

Auch zur Eröffnung sollten die Frauen das Sagen haben, legte Pater Michael dann in seiner Messe dar, die den schönen Titel „Gott baut ein Haus, das lebt“ trug. Zeitgleich erinnerte er daran, dass es eben auch die Frauen seien, die innerhalb der Kirche viel und wichtige Arbeit leisten, was zu seinem Bedauern dort noch nicht angekommen sei.

Die neue Kita in Ettringen wurde punktgenau fertig gestellt

Viel des Dankes sollte folgen, denn neben der „Säule“ Erika Silbernagl sollte es vor allen Dingen Karl Heinz Müller, dem Geschäftsleiter der Gemeinde Ettringen und eben Architekt Herwig Wagner zu verdanken sein, dass der Erweiterungsbau so punktgenau, durchdacht, so hell und freundlich in der Bauart verwirklicht werden konnte. Nicht zu vergessen die beteiligten Gewerke, die ebenfalls ihren großen Anteil an der „Punktlandung“ Erweiterungsbau hatten.

Im Mittelpunkt stehen sollten an diesem Nachmittag natürlich auch die Kindergartenkinder selbst. „Kinder sind die Zukunft“, fasste Robert Sturm zusammen, doch noch besser sei es, wenn Kinder eine Zukunft haben.

Gemeinsam mit ihren Betreuerinnen sorgten sie nicht nur für musikalische Einlagen, sondern auch für eine große Portion Charme. Eifrig bearbeitete etwa die „Trommelbande“ ihre selbst gebastelten Schlaginstrumente, oder bauten die Vorschulkinder aus großen Pappsteinen ihr Kindergarten-Traumhaus nach. Welche Wünsche sie an ihre Betreuungsstätte knüpfen, hatten ihnen die Erzieherinnen auf die Pappsteine geschrieben, natürlich nach den Anweisungen der Kinder. „Toller Garten zum Klettern und Toben“, war darauf zu lesen, auch „Malen und Werkeln“. Ganz wichtig für die Kinder sind zudem Gespräche und das Miteinander, auch anderen zu helfen, für sie da zu sein – all das ließen sie auf ihre Steine schreiben.

Um den Kindern so wenig Stress wie möglich auszusetzen, durften sie nach ihren bravourös absolvierten Auftritten gleich wieder zurück zu ihren Eltern – oder hinaus in den großen Freibereich, über den die Kindertagesstätte St. Martin jetzt verfügt; die Außenanlage wurde in Eigenregie der Gemeinde mit Unterstützung eines örtlichen Unternehmens geschaffen. Sie bietet Raum für Rutschen, einen sehr großen Sandkasten, Klettergerüste und vieles mehr. Eben für alles, was den kleinen Sankt Martins-Kindern wichtig ist.

Lesen Sie dazu auch: Punktlandung in Sachen Kinderbetreuung

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren