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Gemeinderat

06.08.2018

Rekordinvestitionen ohne neue Schulden

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Auf der Zielgeraden befindet sich der Neubau des Gemeindehauses. Die Gemeinde kann diese Investitionen derzeit noch ohne neue Schulden stemmen.

Mehr als vier Millionen Euro investiert Rammingen für Straßenbau und Gemeindehaus in die Infrastruktur. Vor der Zukunft ist jedoch niemandem bange – weil Bürgermeister Anton Schwele noch einen „Joker“ im Ärmel hat

Das Investitionsprogramm für dieses Jahr legte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung fest. Der kleine Ort wird über vier Millionen Euro investieren. Das meiste Geld verschlingen der Ausbau der Hauptstraße, die Fertigstellung des Gemeindehauses und Erschließungsmaßnahmen. Trotz dieser Rekordausgaben will Bürgermeister Anton Schwele ohne neue Darlehen auskommen. Im kommenden Jahr könnte es dann aber vorbei sein, mit der schuldenfreien Zeit. Allerdings nur für einen Augenblick, denn die Gemeinde hat noch einen Joker im Ärmel.

Mit dem Ausbau der Hauptstraße im Bereich Nord hat sich die Gemeinde einen großen Brocken zugemutet. Wie Bürgermeister Anton Schwele bei der Vorstellung des Investitionsberichtes berichtete, liefen die Arbeiten wie geplant. In diesem Jahr sind dafür 1,15 Millionen und im kommenden Jahr nochmals der gleiche Betrag vorgesehen. Damit ist ein Viertel der vier Millionen schon fest verplant.

Das Gemeindehaus geht seiner Fertigstellung entgegen. In diesem Jahr sind nochmals 800 000 Euro für die verschiedensten Arbeiten im Haushalt vorgesehen. Für die Einrichtung sind 100 000 Euro kalkuliert. Und auch der Gemeindeplatz soll angegangen werden, 200 000 Euro sind dafür mal im Haushalt eingestellt. Der Rat bestätigte auch nochmals die Einrichtung einer Gemeindebücherei und gab dafür 50 000 Euro frei. Für die Verlagerung des Bauhofs sind 280 000 Euro vorgesehen. Dies und ein Antrag auf Abbruch eines Stallgebäudes an einem vor gelagerten Grundstück löste eine längere Diskussion aus.

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Bürgermeister Schwele meinte, dass der Abbruch und eventueller Neubau im Ortskern grundsätzlich zu begrüßen sei. Die Gemeinde wäre aber daran interessiert, vom Bauherren ein paar Meter zu bekommen, um die Zufahrt zum neuen Bauhof zu verbessern.

Um aber den Bauherren nicht zu arg zu belasten, wurde vorgeschlagen, auch mit anderen Anliegern Gespräche über Abtretungen zu führen. Und Ulrike Degenhart schlug vor, mit allen Anliegern und dem Gemeinderat eine Besprechung vor Ort durchzuführen. Neu in das Investitionsprogramm wurde ein Notheizkessel für die gemeindlichen Betriebsstätten (Schule, Kindergarten, Gemeindehaus) aufgenommen. Dafür sind 30 000 Euro eingeplant. Für die Abwasserbeseitigung im Baugebiet westlich der Grundschule werden 180 000 Euro fällig.

Alles zusammen summiert sich auf 4,1 Millionen Euro. Viel Geld für eine kleine Gemeinde. Dennoch werde man auch dieses Jahr keine Schulden aufnehmen müssen, hoffte Schwele. Nächstes Jahr könnte es zu einer kurzzeitigen Darlehensaufnahme kommen. Diese könnte aber 2020 wieder getilgt werden, weil die Gemeinde dann auf den Erlös aus der Lipp-Stiftung zurückgreifen kann. Bürgermeister Schwele informierte den Rat, dass Bad Wörishofen an einem Notverbund für das Trinkwasser mit Rammingen interessiert wäre. Sollte es dazu kommen, müssten vorher die Rohre überprüft werden. Ein Spezialunternehmen habe dazu eine Offerte gemacht.

Allerdings müsste Rammingen dafür rund 20 000 Euro ausgeben. Schwele stellte fest, dass Rammingen zwei unabhängige Wasserversorgungen habe und es bereits mit Tussenhausen eine Notversorgung gebe. Für Rammingen bestehe keine Notwendigkeit, Geld auszugeben. Alfred Waltenberger fasste zusammen: „Wir haben keine Not!“ So lehnte der Rat das Angebot für eine Rohrnetzanalyse ab.

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