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Bad Wörishofen

06.11.2019

Steigenberger-Verkauf als Chance

Das Luxushotel Steigenberger Der Sonnenhof in Bad Wörishofen.
Foto: Markus Heinrich

Bad Wörishofens Hotelchef Peter Mesner sieht vor Ort „null Änderungen“ durch Verkauf der Marke an Chinesen – aber einen möglichen Vorteil.

Der Verkauf der Luxus-Hotelmarke Steigenberger-Hotels an den chinesischen Konzern Huazhu Group habe für das Steigenberger Hotel Der Sonnenhof in Bad Wörishofen überhaupt keine Auswirkungen, bleibt Hotelchef Peter Messner gelassen. Vor Ort werde sich weder am Namen noch an der erfolgreichen Konzeption des Bad Wörishofer Luxushotels etwas ändern.

Wenn überhaupt, dann könnte der Verkauf der Hotelmarke mittelfristig sogar Chancen eröffnen, den attraktiven asiatischen Markt besser erreichen zu können, ist Messner überzeugt. Immerhin habe der neue Eigentümer der Hotelmarkte in Asien rund 140 Millionen Stammgäste, die durch die neue Situation auch über die Marke Steigenberger in Europa besser informiert und interessiert werden können, so Messner.

Als Franchisenehmer werde der Sonnenhof in Bad Wörishofen auch weiterhin unter dem Dach des Steigenberger-Verbundes bleiben, von dem das Luxushotel in der Kneippstadt sehr profitiere. Die Immobilie in Bad Wörishofen gehört seit Jahren der DEVK-Versicherungsgruppe mit Hauptsitz in Köln und ist laut Mesner vom Verkauf der Hotelmarke nicht betroffen.

Steigenberger war den Chinesen 700 Millionen Euro wert

Wie berichtet, hat der Konzern Huazhu Group die Dachgesellschaft der Steigenberger-Hotels, die Deutsche Hospitality, durch eine Tochtergesellschaft vollständig erworben. Laut dem neuen Eigentümer liegt der Kaufpreis bei 700 Millionen Euro. Neben Steigenberger gehören zu der in Frankfurt ansässigen Firma auch Marken wie IntercityHotel und Jaz in the City. Unter der Marke Steigenberger werden auch Hotels in Bad Wörishofen, Konstanz und München vermarktet. Das Augsburger Hotel „Drei Mohren“ hat im Frühjahr angekündigt, zum Jahresende aus dem Verbund auszusteigen.

Steigenberger will die Anzahl der Häuser von aktuell 118 bis 2024 auf 250 steigern. Anvisiert werden die Märkte in Europa, im Nahen Osten und Afrika. Die Nasdaq-notierte Gruppe Huazhu ist nach eigenen Angaben die neuntgrößte Hotelgesellschaft der Welt nach Zimmerzahl und betreibt mehr als 5000 Hotels in rund 400 Städten. (alf, dpa)

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