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Jubiläum

08.11.2017

Stockheims älteste Bewohnerin hat Grund zum Feiern

Maria Seitz (Zweite von links) ist derzeit die älteste Einwohnerin Stockheims. Mit ihren beiden Töchtern Rosemarie Mayr und Paula Rappold freute sie sich über die zahlreichen Gratulanten zum 95. Geburtstag, unter ihnen Stadtrat Konrad Hölzle, der die Glückwünsche der Stadt Bad Wörishofen überbrachte.
Bild: Daniela Hölzle

Maria Seitz blickt auf ein ereignisreiches Leben zurück. Auch im Alter wird es nicht langweilig

„I hau an guata Ma g’hett, mir hand viel Arbat g’hett, aber mir warat all z’frieda.“ So fasst Maria Seitz an ihrem 95. Geburtstag ihre Erinnerungen in schönstem Schwäbisch zusammen – eine gute Ehe, viel Arbeit und Zufriedenheit. Zum Ehrentag wurde drei Tage lang gefeiert: im engsten Familienkreis am Tag selber, und weitere zwei Tage mit Nachbarn, Freunden und Verwandten. Unter diesen Gratulanten war auch Stadtrat Konrad Hölzle, der die Glückwünsche von Bürgermeister Paul Gruschka und Landrat Hans-Joachim Weirather überbrachte. Eine ganz besondere Geburtstagsüberraschung war das Glückwunschschreiben des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer, das die mittlerweile älteste Frau Stockheims per Post erhalten hatte. In Stockheim sind nur zwei Männer, Josef Stark und Alois Nägele, älter als sie.

Die Jubilarin denkt gerne zurück an ihre Kindheit in Frankenhofen, wo sie als zweites Kind der Familie Jäger aufgewachsen ist. Ihr älterer Bruder Thomas ist im Krieg gefallen, und auch der jüngere Bruder Wendelin, der die heimische Landwirtschaft übernommen hatte, lebt heute nicht mehr. Zu ihrer Schwester Paula hat sie immer noch guten Kontakt.

Die Familie war ihr immer wichtig, besonders ihr mittlerweile ebenfalls verstorbener Mann Xaver, ihre beiden Töchter Paula Rappold und Rosemarie Mayr, die beide in nächster Nachbarschaft leben, ihre sechs Enkel und zwei Urenkel. Wenn sie auf dem Hof abkömmlich waren, sind Xaver und Maria Seitz gerne gereist. „Ich bin viel in der Welt herumgekommen, wir waren in Israel, in Rom und Berlin“, zählt sie auf. Wenn auch der Radius jetzt kleiner geworden ist, so ist es undenkbar, dass sie Tag für Tag nur auf dem Kanapee sitzen würde, um auf den Abend zu warten. Sie möchte mobil bleiben, Menschen treffen und noch so gut es geht am Dorfleben teilnehmen.

Im Winterhalbjahr sind das vor allem die Hoigata-Nachmittage, zu denen die älteren Stockheimerinnen regelmäßig im Pfarrhof zusammenkommen. Wenn es so bleibt, kann sie auch weiterhin feststellen: „I bin z’frieda.“ (dani)

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