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Finanzen

10.10.2018

„Unser Haushalt ist super“

Warum Bürgermeister Peter Wachler mit dem Zahlenwerk der Gemeinde Markt Wald so zufrieden ist und wofür diese Geld ausgibt

Auch in Markt Wald macht sich bemerkbar, dass die Wirtschaft brummt. Diesen Schluss legt zumindest der diesjährige Haushaltsplan nahe, den die Gemeinderäte vor Kurzem verabschiedet haben. Darin sind keine neuen Kredite vorgesehen, die Pro-Kopf-Verschuldung sinkt auf von 1528 Euro auf 1414 Euro und die Gemeinde kann so viel Geld vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt zuführen wie in den vergangenen 15 Jahren nicht mehr. Kein Wunder, dass Bürgermeister Peter Wachler sagt: „Unser Haushalt ist super. Wir toppen den von 2017 noch einmal. Die gute konjunkturelle Lage ist für uns als klamme Gemeinde sehr vorteilhaft.“

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Denn die sorgt dafür, dass die Gewerbesteuereinnahmen in diesem Jahr weiter kräftig steigen – von 450000 Euro im vergangenen Jahr auf 580000 Euro. Ebenfalls gestiegen ist der Anteil der Gemeinde an der Einkommenssteuer und die Beteiligung an der Umsatzsteuer. Sie bringen der Gemeinde insgesamt 170000 Euro mehr ein als im Vorjahr. Weil die Gemeinde außerdem bestehende Kredite umschulden konnte, spart sie 50000 Euro Darlehenszinsen. „Andere Gemeinden lachen da vielleicht drüber“, sagt Wachler. „Aber wir sind stolz drauf.“ Immerhin trägt auch diese Ersparnis dazu bei, dass die Gemeinde heuer 840000 Euro an den Vermögenshaushalt zuführen kann. Dieser hat in diesem Jahr ein Volumen von knapp 3,2 Millionen Euro, im Vorjahr war es noch fast 900000 Euro weniger. Der Verwaltungshaushalt umfasst 3,9 Millionen Euro und damit gut 250000 Euro mehr als 2017.

Entsprechend steht der Gemeinde auch mehr Geld für Investitionen zur Verfügung: Größter Posten ist hier in diesem Jahr der Radweg nach Immelstetten, der schon fast fertig ist und für den die Gemeinde in diesem Jahr 700000 Euro eingeplant hat. Weitere große Brocken sind mit je 300000 Euro die Ortsdurchfahrt von Steinekirch, die derzeit asphaltiert wird, und der Kanal in Schnerzhofen.

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In beiden Ortsteilen werden im Zuge der Bauarbeiten auch schon die Leerrohre für die Glasfaserkabel verlegt. Für den Breitbandausbau sind in diesem Jahr 100000 Euro veranschlagt. Weitere 200000 Euro haben die Gemeinderäte für den Erwerb von Grundstücken eingeplant, die es der Gemeinde ermöglichen sollen, weiter zu wachsen. „Es passiert ziemlich viel“, fasst Wachler zusammen. Und auch in den kommenden Jahren gehen der Gemeinde die Projekte nicht aus. Neben dem Abschluss der Dorferneuerungen in Steinekirch und Schnerzhofen steht beispielsweise die Sanierung der alten Kläranlage in Markt Wald an. Hintergrund sind neue gesetzliche Bestimmungen, nach denen künftig unter anderem die Durchlaufgeschwindigkeit des Oberflächenwasser gemessen werden muss.

Dazu müssen spezielle Messgeräte installiert und die Kläranlage umgebaut werden. Wachler spricht von einem „Damoklesschwert“: „Das könnte richtig teuer werden – und man sieht halt nichts davon.“ Auch über eine Umgestaltung des Marktplatzes hat sich der Gemeinderat schon einmal Gedanken gemacht. (baus)

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