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07.08.2019

Warum der Wald immer wichtiger wird

Staatsforst sieht sich durch Söder gestärkt

Dem deutschen Wald geht es nicht gut. Hitze und Trockenheit haben die Widerstandsfähigkeit der Bäume geschwächt. Vor diesem Hintergrund sorgt sich auch der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder um den Wald. Er will in den nächsten fünf Jahren 30 Millionen Bäume pflanzen lassen. Nicht nur das: Er kündigte auch ein Umdenken beim Staatsforst an. Es müsse kein Gewinn mehr erwirtschaftet werden. Der Nutzen für die Umwelt geht vor.

Ottobeurens Forstbetriebsleiter Hermann S. Walter stellt fest, dass der Wald in der aktuellen gesellschaftlichen Diskussion um den Klimawandel eine zentrale Rolle spielt. „Wir begrüßen daher, dass der Ministerpräsident die Rolle des Waldes im Klimawandel ausdrücklich betont.“ Der Waldumbau, also die Anpassung der heimischen Wälder und die Bedeutung klimatoleranter Baumarten werde herausgestellt. Walter sieht die Rolle des Staatsforstes für den Klimaschutz gestärkt.

Der Wald und der Wertstoff Holz sind laut Ministerpräsident Söder als Klimaspeicher unverzichtbar. Nachhaltige Holznutzung sei ökologisch und bedeutet langfristige Speicherung von Kohlendioxid in Holzprodukten sowie Ersatz für fossile Rohstoffe. „Wir sehen darin eine große Zukunftschance. Wir werden nach meiner festen Überzeugung also sicherlich weiterhin im Rahmen einer nachhaltigen Nutzung Holz einschlagen und vermarkten“, betont der Forstbetriebsleiter, der von Ottobeuren aus auch einige Wälder im Raum Mindelheim bewirtschaftet.

Es sei eine große Hilfe für die Bayerischen Staatsforsten in diesen Zeiten, wenn der Ministerpräsident betont, nicht mehr die Gewinnabführung an den Freistaat stehe im Mittelpunkt, sondern die Stärkung der Klimafunktion.

„Eine schwarze Null genügt. Genau diese schwarze Null ist Ergebnis der Planung für das aktuelle Geschäftsjahr, was allerdings angesichts des stark unter Druck stehenden Holzmarktes durchaus eine Herausforderung ist“, erklärt Walter abschließend. (jsto)

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