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Eishockey

05.02.2021

Der ESV Kaufbeuren und das Rätsel um Joey Lewis

Trainer Rob Pallin (hinten) setzt derzeit nicht auf Joey Lewis.
Foto: Wild

Plus Der Stürmer des ESV Kaufbeuren wurde von Trainer Rob Pallin zuletzt nicht mehr berücksichtigt. Wie der 28-Jährige mit der Situation umgeht.

Die Laune von ESVK-Trainer Rob Pallin hat sich nach dem 3:2-Heimsieg des ESV Kaufbeuren am Dienstagabend gegen den EC Bad Nauheim wieder etwas gebessert. Anders war die Stimmungslage des US-Amerikaners noch nach dem 1:4 gegen Dresden am vergangenen Sonntag. Auf der Pressekonferenz im Anschluss hatte Pallin personelle Konsequenzen und den Verzicht auf einige Spieler angedroht.

„Verschiedene Spieler tauchen völlig ab. Wenn das der Fall bleibt, spiele ich gegen Bad Nauheim mit acht, neun Stürmern und vier, fünf Verteidigern", sagte Pallin. Letztlich standen gegen Bad Nauheim sieben Verteidiger und neun Stürmer auf dem Spielberichtsbogen. Die Joker zeigten besonders im ersten Drittel die gewünschte Reaktion auf die Niederlagen am Wochenende.

„Ich will 100 Prozent sehen, und die habe ich zuletzt nicht bekommen“, sagte Pallin. „Ich habe den Spielern gesagt, dass das nicht akzeptabel ist. Wenn man nicht bereit ist, 100 Prozent für seine Mitspieler zu geben – nicht für mich – , dann darf man das Trikot nicht anziehen.“

Nach dem Dresden-Spiel folgte eine Aussprache

Nach dem Dresden-Spiel fand noch eine längere Aussprache statt, wie Stürmer Florian Thomas bestätigte. „Es gab eine Ansage von Rob Pallin und Michael Kreitl“, sagte Thomas. „Wir haben auch untereinander gesprochen, was man besser machen muss. Jeder muss nach dem Spiel in den Spiegel schauen können und fair beurteilen, ob man alles reingehauen hat.“

Abgesehen von den verletzten und angeschlagenen Spielern (Stefan Vajs, Sami Blomqvist, Daniel Oppolzer, Alexander Thiel, Tobias Wörle) fehlte gegen den EC Bad Nauheim ein weiterer Akteur im Spieltagskader: Joey Lewis. Ganz offensichtlich war der 28-Jährige das Opfer der von Pallin zuvor angekündigten personellen Konsequenzen. „Es gab kein Gespräch mit dem Trainer. Das war schon ein Schock für mich“, sagte Lewis. Er wisse selber, dass er zuletzt außer Form gewesen sei und eine schlechte Phase durchlebe. „Ich versuche trotzdem, positiv zu bleiben“, sagte der Stürmer. „Der ESVK ist wie eine zweite Familie für mich. Ich hoffe, dass ich bald wieder im Kader stehe.“

Ob Lewis für das Wochenende wieder begnadigt wird, ist offen

Ob das schon in den Partien in Heilbronn (Freitag, 20 Uhr) und gegen Landshut (Sonntag, 18 Uhr in Kaufbeuren) der Fall sei, konnte Lewis nicht beantworten. „Ich will mich im Training beweisen und meine Form schnell wiederfinden“, meinte Lewis, der in 24 Spielen auf vier Tore und zehn Assists kommt. Die Tatsache, dass die frühere Paradereihe um Lewis, Blomqvist und Branden Gracel in dieser Saison kaum zusammen auf dem Eis gestanden hat, spiele ebenfalls eine Rolle. „Wir haben immer gut funktioniert, das hat Sicherheit gegeben. Hoffentlich kommt Sami möglichst bald zurück“, sagte Lewis.

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