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Neu-Ulm

21.10.2019

Beauty-Akademie: In Neu-Ulm zieht bald die Schönheit ein

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An der Deutschen Friseurakademie in Neu-Ulm bilden sich Coiffeure aus ganz Deutschland weiter und informieren sich über die neuesten Trends. Die Schule ist weiter auf Wachstumskurs.
Bild: Alexander Kaya

Plus Neben der Friseurakademie und dem Orange Hotel im Gewerbegebiet wird im Frühjahr nächsten Jahres eine Beauty-Akademie gegründet.

Meisterschule, Weiterbildungszentrum, Hotel und Museum: Auf dem „Orange“-Gelände an der Dieselstraße im Neu-Ulmer Gewerbegebiet ist dies alles unter einem Dach zu finden. So entstand in den vergangenen Jahren ein ungewöhnlicher Campus, auf dem sich Friseure, Dozenten, Legoland-Besucher, Urlauber auf der Durchreise und Geschäftsleute die Klinke in die Hand geben.

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Herzstück ist die Deutsche Friseurakademie, eigenen Angaben zufolge die größte Friseur-Fachschule in Deutschland. Das benachbarte Orange-Hotel feiert dieser Tage sein zehnjähriges Bestehen. Und die Arex GmbH, unter deren Dach die verschiedenen Einrichtungen firmieren, ist weiter auf Wachstumskurs. „Wir gründen jetzt die German Beauty Academy“, kündigte Geschäftsführer Harald Gloning an.

Im April 2020 soll die neue Fachschule an den Start gehen. Die Räume sollen ebenfalls an der Dieselstraße angesiedelt sein. Die Azubis in Sachen Schönheit werden beispielsweise in pflegender und dekorativer Kosmetik geschult. Erstere soll die Haut schön und gesund erhalten, Letztere vor allem dafür sorgen, dass man besser aussieht. Professionelles Schminken steht ebenso auf dem Stundenplan wie Fußpflege, Wimpernverlängerung oder Permanent Make-up. „Da ist eine sehr große Nachfrage in diesem Bereich“, erläuterte Harald Gloning. Zielpublikum der neuen Akademie sind sowohl Friseure als auch „alle Beauty-Interessierten, die sich in diesem Bereich weiterbilden wollen“. Der Trend gehe immer mehr in Richtung Beauty-Salon und Friseur als Komplettanbieter. „Wir sind der Meinung, dass ein Friseur langfristig nur überleben kann, wenn er mehr anbietet“, sagte Gloning. Dazu gehört auch, dass Friseure lernen, ein Unternehmen professionell zu führen. „Nur Haare schneiden, das macht dich noch lange nicht zu einem erfolgreichen Friseur“, betont der Firmenchef.

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Im Frühjahr 2020 wird in Neu-Ulm eine Beauty-Akademie gegründet

Etwa 170 Coiffeure aus ganz Süddeutschland, aber auch darüber hinaus, durchlaufen im Jahr die Meisterschule in Neu-Ulm. Die meisten gehen danach wieder nach Hause, übernehmen den Familienbetrieb oder machen sich selbstständig. Manche bleiben an der Donau und fangen mit dem Meistertitel in der Tasche ein Studium an der Hochschule an, um später ins Management zu gehen. Die Möglichkeiten sind vielfältig: An der Dieselstraße kann man auch Kosmetik-Meister, Colorist, Fachkraft für Zweithaar oder staatlich geprüfter Visagist werden. Dazu kommen an der Akademie Workshops für Gesellen und Meister wie „American Barbering“, „Winter Brides“ oder „Trend Hochstecken“.

„Wir haben etwa 2500 Schüler und Seminarteilnehmer im Jahr“, erläuterte Karl-Michael Dittrich von der Arex-Marketingabteilung. Neben Friseurgesellen und Meistern zählen auch Anfänger dazu. Die Akademie bietet beispielsweise Vorbereitungskurse für Auszubildende an, die die Abbrecherquote senken sollen. Ein eigens entwickeltes Schnittsystem soll Quer- und Wiedereinsteigern helfen, das Schneiden rasch zu lernen. In- und ausländische Lehrkräfte kommen ins Haus, um in Neu-Ulm die neuesten Trends vorzustellen.

Zu den Coaches der Friseurakademie zählt beispielsweise der Hamburger Comedian Dennis Grundt, der selbst gelernter Friseur ist, und die Leidenschaft für dieses Handwerk an den Nachwuchs weitergeben will – etwas, was auch Harald Gloning umtreibt: „Wir fördern die, die Lust haben auf diesen Beruf“, sagte er. Ein Zeichen der Verbundenheit mit der Handwerkstradition ist „Herr Zopfs Friseurmuseum“, das sich auf dem Akademie-Gelände befindet und laut Karl-Michael Dittrich das größte Friseurmuseum der Welt ist – mehr als 12000 Exponate werden dort gezeigt, von alten Scheren und Rasierapparaten über Perücken und Dauerwellen-Geräten bis hin zu kompletten historischen Frisurstuben.

Auf dem Campus beim geht es schon jetzt international zu

Das 2009 eröffnete Orange-Hotel könnte dagegen nicht allein von Nachwuchs- und Profi-Friseuren leben. „Das Haus hat eine sehr internationale Klientel“, sagte Harald Gloning über den Betrieb, in dem der Name Programm ist, was sich an orangefarbenen Wänden, Sofas, Hockern, Tafeln sowie einer Telefonzelle im Foyer zeigt. Zu der Internationalität trägt die benachbarte Ratiopharm-Arena bei. So nächtigen an der Dieselstraße schon mal die Harlem Globetrotters oder Kickboxer, die in Neu-Ulm an einer Veranstaltung teilnehmen. Aber auch viele Firmenkunden, Durchreisende in Richtung Süden und Familien, die das Legoland in Günzburg besuchen. „Am Wochenende haben wir viele Seminargäste rund um das Thema Friseur und Beauty“, so Gloning. Die Auslastung liegt laut dem Geschäftsführer bei mehr als 80 Prozent, was weit über dem Durchschnitt liegt. Was das Hotel von anderen unterscheidet? „Die Welt ist hier ein bisschen bunter.“

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