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Illerberg

14.03.2018

Berührende Klänge stimmen auf das Jubiläumsjahr ein

Der Männergesangverein Illerberg-Thal eröffnete sein Jubiläumsjahr mit einem Konzert in der Illerberger Martinskirche.
Bild: Ursula Katharina Balken

Mit einem Konzert in der Illerberger Kirche St. Martin erfreut der Männergesangverein Illerberg-Thal sein Publikum.

Festlicher hätte das 125. Gründungsjubiläum des Männergesangvereins Illerberg-Thal (MGV) wohl kaum eingeläutet werden können: Das Konzert in der Martinskirche in Illerberg war geprägt von sängerischem Glanz der teilnehmenden Chöre und berührender Spiritualität. Beispiele dafür waren das Stück „Veni Jesu“ von Luigi Cherubini oder das moderne „O salutaris Hostia“, komponiert von der Illerbergerin Stefanie Bilmayer-Frank. Zwei außergewöhnliche Werke, die nicht zum Standardrepertoire der Chorliteratur gehören.

Maria Masnicakova an der Orgel intonierte den feierlichen Introitus. Es folgte der hymnische Satz „Großer Gott“ nach einer schwedischen Volksweise. Zum Lob an die Gottesmutter wurde das innige „Sancta Maria“ von Johannes Schweizer, in dem der MGV homogene Sangeskultur bewies.

Dirigentin Hannelore Lux hatte mit ihrer Auswahl der Liedvorträge das sprichwörtlich glückliche Händchen bewiesen. „Veni Jesu“ mit seinen klanglichen Changierungen und „Amin“, basierend auf altrussischem Gesang in einer Bearbeitung von Quirin Rische, wurden zum akustischen Genuss. Zum Höhepunkt aber wurde das „Vater unser“ von Hanne Haller in seiner hauchfeinen Dreiviertel-Takt-Form. Da fiel es schwer, die Hände nicht zum Beifall zu rühren. Vorsitzender Volker Köhler hatte wohlweislich zu Beginn darum gebeten, die einzelnen Beiträge nicht mit Applaus zu bedenken. Es wären unerwünschte Zäsuren im Programm gewesen.

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Der Jugendchor Stimmwerk des MGV ging unter Leitung von Maria Masnicakova mit „Cantate Domino“ von Giuseppe Ottavio Pitoni in die Zeit der Renaissance zurück – eine kraftvolle Komposition, die im Gegensatz zum Stück „Amazing Grace“ stand. Beim „Nigra sum“ von Pablo Casal gelang dem Chor eine grazile Interpretation.

Das Ensemble „8-Zylinder“ ließ „Die Rose“ von Amanda McBroom erblühen. Es wird ebenso gern gehört wie das bekannte „Halleluja“ von Leonard Cohen, das Kristine Knittel mit jugendlich timbriertem Sopran zusammen mit dem warmen Alt von Monika Oehrle zum Klingen brachte. Beide Sängerinnen gehören dem Liederkranz an, der dem Männergesangverein schon seit dessen Gründung zur Seite steht.

Damals noch ein reiner Männerchor, standen die Sänger 1899 Pate bei der Fahnenweihe des MGV. Machtvoll erfüllte das „Ich glaube“, ein Bekenntnis zur Schöpfung von Udo Jürgens, den Kirchenraum. „For The Beauty Of The Earth“ von John Rutter und „For The Children“ gab Kristine Knittel wie auch Karin Rother Gelegenheit, mit sensiblen Soli die Zuhörer zu verzaubern. Besonders nachhaltig wirkte „To Believe – bevor ich mich zur Ruh‘ begeb“ mit dem anrührenden Gebet, das die kleine Leonie Horst sprach, unterlegt von Chorgesang. Am Pult wie am Piano wechselten sich Liederkranz-Chorleiter Hans Gutter und Kirchenmusiker Lothar Damm ab. Die Begleitung am Klavier beim Auftritt des MGV übernahm Matthias Berger.

Den Gastgebern blieb es schließlich überlassen, mit „Dona nobis pacem“ von Otto Groll einen markanten Schlusspunkt zu setzen. Danach hielt es die Zuhörer nicht länger auf den Sitzen. Sie spendeten lang anhaltenden Applaus für ein Konzert mit hohem musikalischen Anspruch.

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