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Schule

18.03.2019

Besucher und Schüler wollen zu Lebensrettern werden

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Informationen über die Knochenmarkspende waren gefragt, 89 Menschen ließen sich als Spender registrieren.

Tag der offenen Tür am Illertal-Gymnasium lockt Hunderte an – viele lassen sich als Knochenmarkspender registrieren

Julia und Norina haben allen Grund zur Freude: 89 Menschen haben sich als Knochenmarkspender registrieren lassen. Es sind Schülerinnen und Schüler des Illertal-Gymnasiums sowie Gäste des Tags der offenen Tür, die sich im Foyer des zweiten Stocks eingefunden haben. „Mit diesem Ergebnis haben wir nicht gerechnet, denn das ist viel“, sagen die beiden Mädchen – und Lehrerin Sabine Gern, die das Projekt betreut, kann das nur bestätigen.

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Wie berichtet, hat sich das IGV an einer Initiative der Deutschen Knochenmarkspende-Datei (DKMS) beteiligt. Es geht darum, Menschen, die an Leukämie erkrankt sind, mit einer Knochenmarkspende zu helfen. Das geht aber nur, wenn sich möglichst viele Menschen als Spender registrieren lassen. Julia und Norina erklären genau, was getan werden muss. Ein langes Wattestäbchen wird in die Mundhöhle geführt. Damit wird eine Minute lang die rechte und eine Minute die linke Wangenseite abgestrichen, hinzu kommt noch einmal eine Kreuz-und-quer-Probe. In drei Minuten ist alles vorbei.

Die Schule ist am Tag der offenen Tür ein Magnet. Die Besucher drängen sich in Scharen, sehr zur Freude von Schulleiter Ralf Schabel, der gerne die behindertengerechten Räumlichkeiten der komplett renovierten Schule und vor allem die vielseitigen Aktivitäten der Schüler vorstellt. Chemie, Physik und Biologie sind Fachschaften, die sich mit Experimenten präsentieren. Besonders interessant ist dieses Mal der Raum für Biologie. Dort sind echte Organe von Tieren zu sehen. Besonderes Interesse bei den Besuchern findet die Lunge, an der erklärt wird, wie stark das Organ Schaden nimmt, wenn ein Mensch raucht.

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Aber es gibt viel mehr zu sehen, angefangen beim „Spaß mit Mathe“ über die Theaterklassen bis hin zum Buchdruck, ganz simpel gemacht. Kartoffelhälften sind markiert und damit lässt sich’s auch drucken. Die Rückkehr in die Zeit Gutenbergs, der bekanntermaßen den Buchdruck erfand. Darin sieht Schabel den Kontrast zum digitalen Zeitalter, der an der Schule ja mit Eifer gepflegt wird. Ob Gutenberg allerdings mit Kartoffelhälften experimentiert hat, sei mal dahingestellt.

Zwei Wochen ohne Handy – geht das? „Ja, es geht, wenn es auch eine große Umstellung ist“, sagt Emily. Sie hat mit anderen Schülern an einem Projekt teilgenommen, das mit einem Film dokumentiert ist. Simon hat die Erkenntnis gewonnen, wie viel Zeit man spart, wenn man auf die herkömmliche Weise kommuniziert und Emily ergänzt: „Man will ja nur kurz telefonieren und bleibt dann doch am Handy hängen, das so viele Möglichkeiten bietet.“

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