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Pfaffenhofen

13.01.2020

Bürgermeister Josef Walz spricht seinen letzten Neujahrsgruß

Sportlich erfolgreichen Jugendlichen hat Bürgermeister Josef Walz beim Neujahrsempfang zu ihren Leistungen gratuliert: (von links) Johannes Rueß, Alicia Mayer, Moritz Groll und Matteo Schall.
Foto: Willi Baur

Der Pfaffenhofer Bürgermeister Josef Walz hat seinen 30. Neujahrsempfang abgehalten. Zum Ende seiner Amtszeit blickt er auf einige große Themen im Ort zurück.

Mehr Ausblick als Rückschau prägte gestern die Rede von Bürgermeister Josef Walz beim Neujahrsempfang der Marktgemeinde, dem 30. und letzten seiner Amtszeit. Knapp vier Monate vor seinem Wechsel in den Ruhestand adressierte er seine Ansprache insbesondere an die künftig Verantwortlichen in der Kommune. „Immer dann, wenn es gelungen ist, die Interessen vieler mit einzubinden, miteinander statt übereinander zu reden und gemeinsam an einem Strang zu ziehen, auch über parteipolitische Grenzen hinweg, sind die Dinge gut gelaufen“, sagte der Rathauschef. Auch vorab vielleicht nicht für möglich gehaltene Projekte seien so realisiert worden.

Zwei zuletzt vollendete oder fast abgeschlossene Maßnahmen haben Walz zufolge allerdings einen längeren Atem erfordert: Der Ausbau der Hauptstraße und das Spazierwegekonzept in der Roth-Aue. „In beiden Fällen reichen die Überlegungen lange zurück.“ Was den Naherholungsbereich an der Roth betreffe, sei schon in den Jahren 2002 und 2003 von Bürgern der Wunsch nach einer Uferpromenade formuliert und das Vorhaben geraume Zeit später auch in ein Förderprogramm aufgenommen worden. „Bis dann der für 2013 geplanten Umsetzung der Bürgerentscheid ein jähes Ende setzte.“ Nun geht Walz davon aus, dass der Bereich in den nächsten Wochen vollendet werden kann.

Bürgerentscheide beeinflussen die kommunale Politik

Etwas komplizierter gestaltet hat sich nach seinen Worten demgegenüber der schon im Jahr 2007 angestrebte Ausbau der Nord-Süd-Verkehrsachse. Auch dabei war bekanntlich mit der per Bürgerentscheid abgelehnten Nordost-Umfahrung ein Votum der Öffentlichkeit im Spiel. Das daraufhin entwickelte neue Verkehrskonzept sei zwar inzwischen umgesetzt, „aber die Realität hat meine Skepsis bestätigt“, erklärte Bürgermeister Walz. Explizit eingehen wollte er auf die Situation an der Taverne-Kreuzung nicht, er trug vielmehr mit einem passenden Gedicht von Heinz Erhardt zur Erheiterung bei. Und ließ mit einer eher beiläufigen Anmerkung aufhorchen: „Man kann immer noch Änderungen und Verbesserungen herbeiführen.“

Das war’s dann schon zum Thema Rückblick. Mit einer Ausnahme: „Pfaffenhofen war vor 20 Jahren eine der ersten Kommunen im Land mit einem eigenen Internet-Auftritt“, stellte Josef Walz nicht ohne Stolz fest, verzichtete indes auf eine detailliertere Bilanz seiner Amtszeit. „Schließlich soll auch genügend Zeit für Gespräche untereinander bleiben“, wünschte sich der Bürgermeister, wohl nicht zuletzt mit Blick auf zahlreiche Kollegen unter den Gästen, neben vielen aus Kirche, Landespolitik, Wirtschaft und natürlich auch der Bürgerschaft.

Walz: "Macht keine unhaltbaren Versprechungen."

Kurz umriss Walz jene Themen, mit denen sich die Kommunalpolitik in naher Zukunft beschäftigen wird: Für die nächsten Wochen erwartet er das Ergebnis einer Standortuntersuchung zu den Feuerwehrgerätehäusern in Pfaffenhofen und Roth. Die Auslieferung eines neuen Hilfelöschfahrzeuges für die örtliche Wehr stehe im Mai oder Juni an. Bei den Kindergarten-Projekten „warten wir auf die Freigabe durch die Regierung von Schwaben und eine Zusage der Fördermittel.“

Er freue sich sehr, dass zwei Bürgermeisterkandidaten und 104 Bewerber für den Marktgemeinderat zu Wahl stehen werden. Er wünsche sich „bei allem Wettbewerb einen fairen Umgang miteinander“. Die anstehenden Themen sollten dabei seriös behandelt werden, befand Walz und mahnte: „Macht bitte keine unhaltbaren Versprechungen.“

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