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30.07.2010

Die goldenen Siebziger

Der Schuppen in der Flussmeisterei groovt - dank des Ulmer Ausnahmegitarristen Patrick Wieland (links) mit seinem Urban Soul Collective. Foto: bh
Bild: bh

Neu-Ulm Der Schuppen der Flussmeisterei am Jahnufer vibrierte, der gute alte Soul und Funkjazz feierte seine fantastische Wiedergeburt, als Patrick Wieland mit Band als "Weeland & The Urban Soul Collective" loslegte und die Bude in eine coole Disco der Siebziger Jahre verwandelte.

Der Auftritt des Ulmer Gitarren-Genies war der bisherige Höhepunkt eines Hammerprogramms, das die Flussmeisterei in diesem Jahr aufbietet und man kann die rührigen Organisatoren des Kulturprogramms nur bedauern, dass das Wetter ihnen heuer einen gehörigen Strich durch die Rechnung macht und sich die Besucherzahlen der beiden letzten Konzerte auf das Fassungsvermögen des Ausweich-Schuppens begrenzen.

Doch es war irgendwie genau die richtige Atmosphäre, um die neuen Kompositionen von Patrick Wieland aus seinem neuen Album "The Golden Sessions" erstmals vorzustellen, das im Oktober bei dem französischen Label Soulab erscheint und jede Menge Siebziger-Vibes, NuSoul-, Motown- und Hip-hop-Anleihen bietet.

Die Band verleiht dem Soul neuzeitlichen Schliff

Die goldenen Siebziger

Perfektionist Wieland hat Künstler um sich geschart, die mit ihm auf Augenhöhe musizieren: Der groovende Schweizer Gitarrist und Sänger Raphael Jacob, Martin Stumpf am Bass, Hendrik Smock am Schlagzeug und Keyboarder Antonio Farris geben den Funk- und Soulstücken Wielands einen neuzeitlichen Schliff. Wenn dann die in Zürich lebende Amerikanerin Brandy Butler auch noch dazukommt, ist Gänsehaut-Feeling angesagt. Ihre rauchzarte bluesige Stimme sorgt für intime Clubatmosphäre im Schuppen und erlöst das Publikum aus ihrer schwäbisch-zurückhaltenden Zuhörer-Starre. Dezente Bewegungen im Soul und Funkrhythmus sind angesagt. Das Jazzelement bringt dann als Gast der Trompeter Tobias Weidinger ein und macht das Zuhörervergnügen perfekt.

Lokalmatador Patrick Wieland ist zwar für die musikalische Handschrift der Band zuständig, doch er präsentiert sich fast bescheiden auf der Bühne und lässt lieber seine facettenreichen Gitarrenkünste sprechen, die zum besten gehören, die die deutschsprachige Musikszene zur Zeit aufzubieten hat.

Der Künstler sieht sich in seinem neuen "Soul Collective" als Bindeglied großartiger Sänger und Musiker, die auf dem neuen Album vertreten sind. Da gesellen sich noch der Ulmer Joo Kraus am Flügelhorn, die Berlinerin Esther Cowens und die Londonerin Mika Doo hinzu, um mit Wielands Band dem unsterblichen Soul und Funk zu huldigen.

Auf die Release-Party dieser Formation mit allen Gaststars am 10. Dezember im Roxy darf man sich schon heute freuen.

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