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Ulm

08.01.2019

Egerländer Musikanten bringen geliebte Tradition mit

Der Orchesterchef Ernst Hutter (rechts) kam mit den Egerländer Musikanten erneut zu einem Gastspiel nach Ulm. Mit dabei: das Gesangsduo Katharina Praher und Nick Loris.
Bild: Roland Furthmair

Ernst Hutter und die Egerländer Musikanten begeistern das Publikum im Congress Centrum in Ulm – und wecken Erinnerungen.

Mit Blasmusik auf höchstem Niveau wurden die gut 700 begeisterten Besucher im Ulmer Congress Centrum über zweieinhalb Stunden am Dreikönigssonntag bestens unterhalten. Denn was Ernst Hutter und die Egerländer Musikanten bei ihrem fast schon traditionellen Gastspiel an der Donau unter ihrem Tournee-Motto „Musikantenstolz“ präsentierten bestätigte erneut den vorauseilenden Ruf „Das erfolgreichste Blasorchester der Welt“ zu sein.

Mit Polkas, Marsch und Walzerklängen waren die Erinnerungen an den vor zwanzig Jahren verstorbenen legendären Ernst Mosch und seine Egerländer im voll besetzten Einsteinsaal allgegenwärtig. Alte Melodien vom Mosch-Abschiedskonzert 1998 in der Münchner Olympiahalle ließen die lange Tradition mit einem Klang, der prägend für den böhmischen Sound des einstigen „Königs der Blasmusik“ ist, spüren.

Radiomoderator Edi Graf führte mit Witz und Charme durch das Konzert und ließ die Besucher wissen, dass etliche Musiker aus der „Mosch-Ära“ noch heute mitspielen. Orchesterchef Ernst Hutter brillierte als Solist mit Tenorhorn und Posaune und betonte, „dass nur die Musik, die von Herzen kommt, auch von den Herzen aufgenommen werden kann“. Keine Frage, dass beim Walzer „Wir sind Kinder von der Eger“, bei der Polka „Alte Freunde“ und einem meisterlich intonierten Marsch der erste Teil des Konzerts im Flug verging.

Ernst Hutter und Ernst Mosch waren im Erwin-Lehn-Südfunk-Tanzorchester

Mit bekannten Melodien, die den zeitlichen Rahmen von 1956 bis heute umspannten – allen voran die erste Mosch-Erfolgskomposition „Rauschende Birken“ – weckten die rund 20 Musiker Erinnerungen und Emotionen in den Besucherreihen. Getreu dem Motto „Die Mischung macht’s“ wechselten Polkas und Walzer im Takt, der weiche und gefühlvolle Gesang des Duos Katharina Praher und Nick Loris verschmolz mit der feinen Blasmusik zur stimmungsvollen Einheit. In einem Swing-Medley mit Melodien des einstigen Erwin-Lehn-Südfunk-Tanzorchesters, aus dem Ernst Mosch und Ernst Hutter hervor gegangen waren, übertrafen die sechs Trompeten-Solisten bei „Egerländer Trompetensterne“ jegliche Grenzen dieser Blasinstrumente. Nach nicht endend wollendem Beifall blieb keine andere Wahl, als dieses Galastück noch einmal – ebenso technisch brillant – zu wiederholen.

„Großer Musikantenstolz ist das treue Publikum. Wir sind stolz und dankbar, das musikalische Feuer, das Ernst Mosch vor 60 Jahren mit seiner Musik entfacht hat, zu pflegen und am Leben erhalten zu dürfen“, so Komponist, Arrangeur und Orchesterchef Ernst Hutter zum Abschied. Dem „Böhmischen Wind“ und „Bis bald auf Wiederseh’n“ folgten noch etliche Zugaben mit einem Gruß in den Musikantenhimmel: „Das Feuer brennt weiter...“

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