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Ulm
15.09.2021

Essen im Donautal: Neue Online-Karte bietet Überblick zu Foodtrucks und Restaurants

Ulms ältestes Industriegebiet soll mehr Möglichkeiten für einen Imbiss bieten.
Foto: Alexander Kaya

Nur sieben Möglichkeiten der Nahrungsaufnahme gibt es im Donautal. Eine interaktive Karte sorgt jetzt für besseren Überblick der Nahversorger.

Hunderte Firmen, Tausende Arbeiter - aber wo gibt es im Ulmer Donautal etwas zu essen? Die mangelhafte Nahversorgung war wie berichtet eines der Themen, die in der Umfrage der Initiative Donautal Connect von einer Mehrzahl der teilnehmenden Mitarbeiter im Industriegebiet Donautal bemängelt wurde. Um hier für mehr Übersicht zu sorgen, steht ab sofort eine interaktive Karte zur Verfügung, die die bestehenden Angebote außerhalb der Firmenrestaurants und Kantinen anzeigt.

Foodtrucks sind im Donautal in Ulm beliebt

Neben stationären Imbissständen und Restaurants sind auf der Donautal Connect-Website unter donautal-connect.de/nie-wieder-hungrig/ auch Lieferdienste sowie mobile Angebote wie etwa Foodtrucks abrufbar, die nur zu bestimmten Tagen und Zeiten an unterschiedlichen Orten Station machen. Herr von Schwaben, Pizza Move, Seeberger, Avia, Illerbuben, Schwaben Imbiss und etwas abseits O Sole Mio. "Schon der erste Blick auf diese Karte zeigt, dass das Angebot derzeit immer noch übersichtlich ist. Unser Ziel ist es deswegen, gezielt weitere Anbieter zu motivieren, auch im Industriegebiet Donautal aktiv zu werden - insbesondere auch die mit mobilen Essensangeboten. Interessenten können sich deswegen über unsere Website direkt bei uns melden. Das gilt auch für alle, die noch nicht auf der Karte verzeichnet sind", erklärt Julian Utz, Vorstand der Uzin Utz AG und einer der Sprecher der Initiative.

Neben dem Ausbau des kulinarischen Angebots lotet die Initiative Donautal Connect auch weiterhin Möglichkeiten aus, Einkaufsmöglichkeiten im Industriegebiet zu schaffen. "Hier verzeichnen wir auf Anbieterseite durchaus Interesse. Allerdings sind die Einstiegshürden für die Ansiedlung etwa eines Supermarktes deutlich höher als bei einem Foodtruck", erläutert Karl-Heinz Raguse vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft BVMW, unter dessen Dach die Initiative arbeitet.

Reallabor untersucht Radverkehr und E-Mobilität in Ulm in Richtung Donautal

Auch das mit öffentlichen Mitteln geförderte Reallabor Klima Connect im Industriegebiet Donautal hat inzwischen seine Arbeit aufgenommen. Das Forschungsprojekt der Universität Ulm, das ebenfalls mit Unterstützung von Donautal Connect initiiert wurde, fokussiert sich dabei zunächst auf die Themen "Fahrradverkehr" und "Elektromobilität". So sollen mithilfe einer Erreichbarkeitsanalyse gezielt Vorschläge für den Aufbau eines Radwegenetzes und den Ausbau des Donauradwegs gemacht werden, über den täglich zahlreiche Mitarbeiter ins Industriegebiet zur Arbeit fahren.

Dazu gehört auch eine Verkehrszählung auf dieser stark frequentierten Strecke. Die Ergebnisse sollen zudem direkt in die entsprechenden Planungen der Stadt Ulm einfließen. Parallel dazu wird in Zusammenarbeit mit interessierten Unternehmen und den SWU (Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm) eine Erhebung zum Thema Ladeinfrastruktur durchgeführt, um den tatsächlichen Bedarf und die Positionierung von öffentlichen, halböffentlichen und privaten Ladenmöglichkeiten festzustellen. "Neben diesen beiden konkreten Themen stehen weitere auf unserer Agenda. Dazu gehören beispielsweise die dezentrale Erzeugung und Verteilung von Energie beispielsweise durch PV-Anlagen auf den industriellen Gebäuden. Aber auch über aktuelle Fragen wie etwa zum Hochwasserschutz denken wir derzeit nach", erklärt Professor Martin Müller, Leiter des Projekts 'Klima Connect' und des Instituts für Nachhaltige Unternehmensführung der Universität Ulm. (AZ)

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