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Versammlung

30.01.2019

Feuerwehr hat Probleme mit dem Brandschutz

Michael Reiner und Marcus Herrmann zeichneten Martin Wuchenauer, Alfred Frank und Christine Mayer für ihre langjährige Treue aus.
Bild: Andreas Brücken

Das Gerätehaus der Unterelchinger ist nicht mehr zeitgemäß. Der Vorstand appelliert an die Verantwortlichen

Drastische Worte fand Feuerwehrkommandant Marcus Herrmann bei der Jahreshauptversammlung über den derzeitigen Zustand des Unterelchinger Standortes. Steht doch mit der Fertigstellung des Feuerwehrbedarfsplans seit fast drei Jahren schwarz auf weiß, dass die freiwilligen Helfer dringend ein neues Gebäude brauchen. Denn ausgerechnet das Feuerwehrhaus weist gravierende Mängel im Brandschutz auf. Außerdem muss ein Fahrzeug neu beschafft werden, die räumlichen Verhältnisse sind zu eng und für die Helfer stehen zu wenige Autostellplätze zur Verfügung. Eine Zusammenlegung mit den Kameraden aus Oberelchingen steht derweil seit längerer Zeit bei den Verantwortlichen der Rathausverwaltung und dem Gemeinderat zur Debatte. Doch wurde bislang noch nicht einmal ein passender Bauplatz für einen neuen Standort gefunden. „Wir brauchen dringend eine ideale und nicht eine bequeme Lösung für dieses Problem“, erklärte Herrmann vor der Versammlung, bei der auch Bürgermeister Joachim Eisenkolb und einige Gemeinderäte anwesend waren.

Enttäuscht sei er auch von den Gemeinderäten, die sich persönlich bisher noch kein Bild vor Ort von der Situation im Gerätehaus gemacht hätten. „Manche sieht man nur bei unserem Schlachtfest und sonst nicht“, sagte der Kommandant und erklärte, dass die unbefriedigende Situation der Motivation seiner Mannschaft nicht guttue.

Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Einsätze leicht von 62 auf 65 an. Mehr als 800 Stunden haben die Kameraden mit Hilfs- und Rettungsarbeiten verbracht. „Dazu kommen noch die Zeiten für die Einsatznachbereitung, um die Einsatzfähigkeit wieder herzustellen“, sagte Herrmann. Wegen Unwetter, Ölspuren, Verkehrsunfällen, Insekten und 15 Bränden sind die ehrenamtlichen Helfer im vergangenen Jahr ausgerückt. Auch ein Alarm im neuen Einkaufszentrum hat die Mannschaft beschäftigt. „Doch das war glücklicherweise nur ein Fehlalarm“, erklärte Herrmann. Sichtlich bewegt wirkte der Kommandant jedoch, als er vom Badeunfall im Juli am Schützensee berichtete. Für einen Jugendlichen kam dabei jede Hilfe zu spät. „Das ist uns allen sehr nahe gegangen.“

Neben der Suche nach dem Jungen und der Räumung des Geländes war es damals auch Hauptaufgabe der Unterelchinger Feuerwehr, die Organisation für die Einsatzleitung aufzubauen, um eine reibungslose Zusammenarbeit von Wasserwacht, DLRG, THW und Rettungsdienst zu gewährleisten.

Kurios sei ein Einsatz für ein Turnierpferd gewesen, dass nach einem verunglückten Anhänger eingeklemmt war. Hier sei handwerkliches Geschick wichtig gewesen, sagte der Kommandant und erinnerte sich: „Es gibt halt kein feuerwehrtechnisches Spezialgerät für Pferde.“

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