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Weißenhorn

01.12.2017

Führungswechsel bei der Weißenhorner Wohnungsgesellschaft

Anja Wenzel ist noch bis Jahresende gemeinsam mit Alfred Haas Geschäftsführerin der WGW.
Bild: Willi Baur

Anja Wenzel übernimmt zu Jahresbeginn in alleiniger Regie die Geschäftsführung bei der WGW. Auf sie wartet ein bislang ungelöstes Problem.

Der Fahrplan für die personellen Veränderungen in der Geschäftsführung der Weißenhorner Wohnungsgesellschaft, kurz WGW, steht. Mit-Geschäftsführer Alfred Haas wird zum Jahresende wieder in den Aufsichtsrat wechseln, Anja Wenzel übernimmt dann in alleiniger Regie die Geschäftsführung.

Seit Anfang August hat sich die gelernte Bankkauffrau und Diplom-Betriebswirtin in ihre neue Aufgabe eingearbeitet. „So ganz fremd sind mir ja viele Arbeiten nicht“, sagt die gebürtige Saarländerin, die zuvor mehr als 20 Jahre lang für ein großes Geldinstitut in der Region tätig war. Auch Alfred Haas kommt bekanntlich aus der Bankenbranche. Anja Wenzel trauert dieser allerdings nicht unbedingt nach. „Immer mehr Regularien und ein immens wachsender Verwaltungsaufwand erfordern im Alltag mehr Zeit als das Kundengeschäft“, erzählt sie.

Persönliche Faktoren blieben bei ihrem Wechsel in die Fuggerstadt ohnehin nicht außen vor: „43 ist ein gutes Alter, mal wieder etwas Neues zu beginnen.“ Und, wohl noch wichtiger: „Meine Teilzeitbeschäftigung hier lässt sich ideal mit meinen familiären Pflichten vereinbaren“, sagt die zweifache Mutter erfreut.

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Was sie in ihrer Entscheidung für die Stelle bei der WGW bestärkt hat: Die Aufgabenvielfalt ermöglicht ihr nun ein sehr abwechslungsreiches Tagesgeschäft. Wobei sie im Büro von einer ebenfalls in Teilzeit beschäftigten Mitarbeiterin unterstützt wird, in den Häusern der Gesellschaft zudem von verschiedenen Hausmeistern.

Auch ein bislang ungelöstes Problem wird sie zum Jahreswechsel übernehmen: „Wir würden zu gerne neue Wohnungen bauen, aber wir finden keine geeigneten Grundstücke“, bedauert Wenzel. Dabei sei der Bedarf riesengroß. „Wöchentlich melden sich neue Interessenten und unsere Kartei ist jetzt schon voll“, beschreibt sie die aktuelle, nicht nur auf Weißenhorn beschränkte Situation. Bis zu zwei Jahren betragen der Geschäftsführerin zufolge die Wartezeiten auf eine der 125 Mietwohnungen im Bestand der WGW, allesamt im Weißenhorner Stadtgebiet und rund ein Drittel davon mit Sozialbindung. „Aufgrund günstiger Mietkosten haben wir natürlich auch nur eine geringe Fluktuation“, erzählt Wenzel.

Preisgünstigen Wohnraum schaffen will die Wohnungsgesellschaft zudem längerfristig in Pfaffenhofen und Roggenburg, um dort die Kommunen zu entlasten. Vertragsentwürfe für einen Beitritt der Gemeinden zur WGW lägen beiden Bürgermeistern inzwischen vor. „Die Entscheidung liegt jetzt bei den Gemeinderäten“, sagt Wenzel. „Unser Ziel ist ein Beitritt der zwei Kommunen Anfang nächsten Jahres.“ Das Roggenburger Gremium behandelt das Thema am Dienstag.

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