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Senden

12.09.2019

Gericht entscheidet über Thalia-Filiale im Iller-Center

Der Buchhändler Thalia will eine Filiale im Iller-Center in Senden eröffnen. Der Bauherr des Einkaufszentrums hat dazu einen Bauantrag gestellt – doch die Stadträte und der Bürgermeister sind dagegen.
Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Ein Laden des Bücherriesen Thalia im Iller-Center in Senden ist laut Stadt und Landratsamt unerwünscht. Nun hat der Bauherr eine Klage am Verwaltungsgericht eingereicht.

Der Bücherriese Thalia würde gerne eine Filiale im Iller-Center in Senden eröffnen. Doch die Pläne liegen derzeit auf Eis. Den entsprechenden Antrag ließen im Frühjahr die Mitglieder des Sendener Bauausschusses auf Vorschlag der Verwaltung bei der Baugenehmigungsbehörde im Landratsamt Neu-Ulm zurückstellen. Nun soll die Thalia-Filiale vor Gericht erzwungen werden: Kürzlich hat der Bauherr des Ladenlokals im Iller-Center eine Klage beim Verwaltungsgericht in Augsburg eingereicht.

Thalia will die Filiale in ein leer stehendes Ladenlokal im umgebauten Teil des Iller-Centers unterbringen. Die Stadt hingegen will den einzigen Buchhändler im Ort, Heiko Müller, schützen. Deshalb wurde der Antrag der German Retail Box, dem Bauherrn des Ladenlokals, mit der Begründung, dass der Bebauungsplan für den Sendener Norden noch nicht fertig überarbeitet ist, zurückgestellt. Aus rechtlicher Sicht wehrt sich der Bauherr gegen die von der Stadt beantragte und vom Landratsamt genehmigte Zurückstellung des Bauantrags, erklärt der zuständige Mitarbeiter des Landratsamts, Thomas Luther, auf Nachfrage.

Ein Termin am Gericht steht noch nicht fest

Denn sobald der neue Bebauungsplan gilt, ist das Vorhaben von German Retail Box und Thalia nicht mehr mit den Richtlinien in Senden vereinbar. Laut Einzelhandelskonzept sollen ausdrücklich keine innenstadtrelevanten Sortimente mehr im Bereich „Im oberen Tal und im Straßfeld“ zugelassen werden – und Bücher fallen in diese Kategorie. Damit wäre auch eine Ansiedlung der geplanten Thalia-Filiale nicht mehr möglich.

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Bis der überarbeitete Bebauungsplan als Satzung beschlossen ist, bleibt der Verwaltung und den Stadträte nur der Weg über das Landratsamt. Der dort zuständige Mitarbeiter Luther hat zwar keine Klage erwartet, aber es handele sich schließlich um erlaubte Rechtsmittel, sagt er: „Unsere Entscheidung steht, nun müssen wir abwarten.“ Ein Termin für die Verhandlung am Verwaltungsgericht in Augsburg sei bislang nicht bekannt.

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