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16.05.2019

Häuser am Sendener Bahnhof sollen weichen

Die beiden Gebäude an der Bahnhofstraße sollen abgerissen werden. Die Bahn braucht den Platz für die kommende Baustelle, danach könnten an dieser Stelle beispielsweise Fahrradstellplätze entstehen.
Bild: Angela Häusler

Die Planungen zum Umbau des Verkehrsknotenpunkts gehen weiter: Ein Gebäude an der Bahnhofstraße soll abgerissen werden, damit später genug Platz für Fahrradstellplätze ist.

Das Wohnhaus in der Sendener Bahnhofstraße eins soll abgerissen werden zugunsten der Neugestaltung des Bahnhofsumfelds. Endgültig beschlossen ist das zwar noch nicht, doch der Bauausschuss hat sich in seiner Sitzung dafür ausgesprochen. Weg soll nach dem Willen des Bauausschusses auch die Überdachung am Bahnhofsgebäude.

Nach einem Gespräch von Bürgermeister und Fraktionschefs mit der Bahn-Tochter DB Station und Service im April befasste sich nun der Bauausschuss mit dem weiteren Vorgehen in Sachen Bahnhofs-Umbau. Das Haus in der Bahnhofstraße 1 war diesbezüglich schon mehrfach Gesprächsgegenstand, wurde das Grundstück doch für die ursprünglich geplante Fußgängerunterführung benötigt. Die Stadt kaufte es dem Eigentümer daher ab. Der Tunnel ist mittlerweile – aus Machbarkeits- und Kostengründen – kein Thema mehr. Doch das Areal der Bahnhofstraße eins ließe sich im direkten Bahnhofsumfeld künftig auch anders nutzen.

Fläche ist für Fahrradplätze nötig

„Das Haus muss zur Disposition gestellt werden“, sagte Claudia Schäfer-Rudolf für die CSU, denn es werde wegen der Neugestaltung des Bahnhofsareals später so oder so abgerissen, glaubt sie. Zumal es auch darum gehe, zu verhindern, dass die Bahnhofstraße verengt werden muss, weil die Bahn Flächen zur Baustellen-Einrichtung braucht. Das Haus solle also schon vor Beginn der Gleisbauarbeiten weg.

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Um solche Verkehrsbehinderungen gering zu halten, haben die Parteien bereits vereinbart, dass der lang gezogene Schuppen auf dem Bahnhofsareal abgerissen und der Garten der Bahnhofstraße eins zur Baustelleneinrichtung freigegeben wird. Das Haus sei wegen seiner Lage direkt am Schienenstrang auch nach einer Sanierung kaum vermietbar, meinte CSU-Sprecher Walter Wörtz. „Wir brauchen die Fläche zur Gestaltung, es fehlen Fahrradstellplätze“, erklärte auch Grünen-Fraktionschef Helmut Meisel. Man werde um einen Abriss am Ende nicht herumkommen.

Das Vordach am Bahnhofsgleis muss ebenso weg

Keine gute Idee fand das hingegen Edwin Petruch (CFW/FWG): Es sei nicht einzusehen, warum das Haus weichen soll. Die Stadt habe es wegen des Tunnelbaus erworben, jetzt werde es dafür zwar nicht gebraucht. Es nun einzureißen wäre aber „Vernichtung öffentlichen Anlagevermögens“, argumentierte Petruch. Der Ausschuss fasste schließlich gegen die Stimmen der Freien Wähler einen Empfehlungsbeschluss. Festklopfen müsse die Entscheidung der Gesamtstadtrat am 28. Mai, so Bürgermeister Raphael Bögge. Den Abriss schon jetzt zu entscheiden, wie von der CSU gewünscht, sei nicht möglich.

Abgerissen werden soll wegen der Bauarbeiten auch das Vordach des Bahnhofsgebäudes am Bahnsteig eins. Das sei wegen der Baufahrzeuge notwendig, die dort ungehindert verkehren sollen, begründet die Bahn. Weil im Zuge der Sanierung auch der Bahnsteig um 20 Zentimeter erhöht werde, sei es zudem wenig sinnvoll, nur einen Teil des Dachs zu erhalten, fanden die Mitglieder des Ausschusses übereinstimmend. Es sei nicht damit zu rechnen, dass die Fahrgäste dann im Regen stehen, hieß es, da das Vordach erst beseitigt wird, wenn die Bahnsteig-Arbeiten beginnen und Gleis eins außer Betrieb geht. Während der Bauarbeiten sollen die Fahrgäste vom neu gebauten Mittelbahnsteig aus zu- und aussteigen.

Klar ist mittlerweile außerdem, dass die Bahn die ursprünglich als Bau-Lagerfläche eingeplante Wiese mit Bäumen am Eingang zum Stadtpark doch nicht benötigen wird. Sie nutzt stattdessen ein Areal in Richtung Wullenstetten, das ebenfalls über die Schienenstrecke erreichbar ist.

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