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Wirtschaft

24.05.2013

Handel kann noch wachsen

50000 Quadratmeter Fläche sind im Gewerbegebiet bei Hittistetten Junkeräcker derzeit noch frei.
Bild: Roland Furthmair

In Senden ist bei den Gewerbeflächen das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht

Senden Während es in Senden an Wohnraum fehlt und die Verwaltung junge Familien, die sich in der Stadt ansiedeln möchten, immer wieder vertrösten muss, ist bei den Gewerbeflächen noch Luft nach oben. 50000 Quadratmeter sind laut Martin Ummenhofer von der Stadtverwaltung im Gebiet „Junkeräcker“ in Hittistetten noch frei. Verkauft seien bisher sechs Grundstücke mit rund 20000 Quadratmetern Fläche. Vier Vormerkungen gebe es außerdem. „Aktuell können wir was anbieten, das ist unser großer Vorteil“, sagt Ummenhofer. Gespräche mit weiteren Interessenten seien am Laufen. Nachdem der Startschuss für das Gebiet Junkeräcker gefallen war, setzte bald die Wirtschaftskrise ein. Viele Firmen sprangen ab, andere lösten sich gar auf. Nun scheint sich das Gewerbegebiet langsam zu füllen.

Weitere mögliche Areale gibt es laut Ummenhofer an der Sankt-Florian-Straße und beim Holzgasheizkraftwerk der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm, außerdem kommen die „Hungerwiesen“ südlich des GPS-Geländes als Gewerbegebiet infrage.

Keine Flächen mehr im Sendener Norden

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Keine Flächen mehr vergeben kann die Stadt im Sendener Norden. An der St-Florian-Straße sei mittelfristig eine Erweiterung geplant. Bereits jetzt gehört Senden zu den Städten mit der meisten Einzelhandelsfläche pro Kopf deutschlandweit. Die Fixierung der Stadt auf den Handel belegen Zahlen. Die sogenannte Zentralitätskennziffer zeigt, dass drei Mal so viel Geld in die Stadt kommt, als abfließt. Die Kaufkraft liegt über dem Durchschnitt. Auf rund 23200 Einwohner kommen laut dem jüngsten städtischen Wirtschaftsbericht 1730 Gewerbebetriebe. Im Bekleidungs-, Lebensmittel und Drogerieartikel-Sektor existieren über 100 Ladenlokale.

Ein immer drängender werdendes Problem sind jedoch die fehlenden Flächen, auf denen bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden könnte. Das Gebiet „Gänsäcker“ in Witzighausen ist ausverkauft. Als einzig größeres Areal bleibt das Projekt „am Stadtpark“. Im Stadtrat gab es jedoch in der Vergangenheit immer wieder Streit darüber, wie die Erschließung des Neubaugebiets finanziert werden soll.

Stadt kann Interessenten keine Zusagen machen

Wie Ummenhofer erklärt, erreichten die Stadt jede Woche Anfragen. Viele wollten bald mit einem Hausbau beginnen oder schnell in eine Wohnung einziehen. Da kann Ummenhofer jedoch keine Zusagen machen. Selbst wenn 2014 das Geld für das Baugebiet im Haushalt bereitgestellt würde, dauere es bis 2015, bis die Häuser fertig seien. „Mehr als ein müdes Lächeln bekomme ich von den Leuten da nicht“, erklärt er.

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