Newsticker

Bundesregierung erklärt fast ganz Österreich und Italien zu Risikogebieten
  1. Startseite
  2. Lokales (Neu-Ulm)
  3. Hilfe auf dem Weg zum Doktortitel

Ulm

31.05.2015

Hilfe auf dem Weg zum Doktortitel

Der Vorstand des neuen Promovierendenkonvents an der Uni Ulm (von links): Alexandra König, Maximilian Bonk, Michael Gentner, Benjamin Menhorn, Juliane de Vries, Julius Gröne und Melina Klepsch.
Bild: Nadja Müller

In Ulm wurde der erste Promovierendenkonvent in Baden-Württemberg ins Leben gerufen.

Was tun, wenn der Doktorvater die dringend benötigte Rückmeldung zum Versuchsaufbau verweigert? Oder das Promotionsvorhaben der angehenden Medizinerin einfach fallen lässt? In solchen Fällen verhindern oft Abhängigkeiten eine direkte Aussprache. „Bisher hatten Doktoranden an der Uni keine Interessenvertreter“, sagt Benjamin Menhorn. „Wer als Promotionsstudent eingeschrieben war, wandte sich womöglich an die Studierendenvertretung. Doch für viele Probleme, zum Beispiel die Promotionsordnung betreffend, gab es keine Ansprechpartner.“ Deshalb hat der Doktorand am Institut für Eingebettete Systeme/Echtzeitsysteme mit Kommilitonen den ersten Promovierendenkonvent (Proko) Baden-Württembergs ins Leben gerufen. Das neue Landeshochschulgesetz machte die Gründung möglich.

Der Konvent ist eine Plattform für alle, die an der Uni Ulm eine Promotion anstreben oder bereits an ihrer Doktorarbeit schreiben. Die sieben Vorstandsmitglieder wollen ihren Kommilitonen vor allem in Ordnungsfragen und bei organisatorischen Dingen rund um die Promotion zur Seite stehen, sie beispielsweise gegenüber Doktormutter oder -vater vertreten und die Vernetzung untereinander vorantreiben. Zudem halten sie eine Liste mit Ansprechpartnern bereit – von der Gleichstellungsbeauftragten bis zur Schwerbehindertenvertretung. „Oft hilft es schon, ein Problem mit anderen Doktoranden zu besprechen“, sagt Benjamin Menhorn, dem sein kürzlich abgeschlossenes Fernstudium in Rechtswissenschaften bei Fragen zur Promotionsordnung und sonstigen rechtlichen Hintergründen zugutekommt.

Das Problem an der Uni Ulm: Bisher sind Doktorandinnen und Doktoranden nicht zentral erfasst, was einen Austausch erschwert. Eingeschrieben sind rund 800 von ihnen, dazu kommen etliche Externe und internationale Promovierende, die für eine begrenzte Zeit in Ulm sind. Ab sofort versucht der Proko-Vorstand, diese Zielgruppe bei der Einschreibung über die Promotionssekretariate zu erreichen. Außerdem informieren sie über eine „Werbekampagne“ an der Uni, ihre Webseite und sie planen einen Stammtisch: „Ich selbst promoviere in Mathematik mit Anknüpfungspunkten zur Informatik. Womöglich arbeitet ein Informatiker oder eine Informatikerin an einem verwandten Thema und wir könnten von einem Erfahrungsaustausch profitieren“, sagt etwa Michael Gentner, Vorstandsmitglied des Promovierendenkonvents.

Das bisher wichtigste Projekt des Proko-Vorstands ist die Mitarbeit an der Rahmenpromotionsordnung, die für alle Doktoranden der Universität Ulm gilt und dem neuen Landeshochschulgesetz entspricht. (az)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren