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Maibaum-Aktion

19.04.2018

In Senden muss geheiratet werden

Im Hochzeitsdress müssen 500 Paare in Senden erscheinen. 

Um den gestohlenen Maibaum auszulösen, müssen sich 500 Paare das Ja-Wort geben. Das bedeutet für die Stadt viel Aufwand.

Die Stadt wird zur Hochzeitsgesellschaft. Um den gestohlenen Maibaum wiederzubekommen, müssen sich 500 Sendener Paare am Mittwochnachmittag, 25. April, das Ja-Wort geben. Und zwar schick hergerichtet in Anzug und Brautkleid. Diese Forderung stellt der Radiosender Antenne Bayern an die Stadt, das Motto heißt „Mairaten in Senden – feiert die größte Hochzeit Bayerns“. Um 16 Uhr müssen 500 Paare auf dem Marktplatz stehen und sich gemeinsam das Ja-Wort geben. Rechtsgültig ist die Trauung natürlich nicht. Es gibt eine freie Traurede, dann müssen alle Paare den Hochzeitswalzer tanzen. Ob zum ersten, zweiten oder dritten Mal, ist dem Sender egal – und es gibt auch keine Altersbegrenzung.

Kleider, Blumen und Empfang sollen organisiert werden

Bis es so weit ist, gibt es für Stadtverwaltung und Vereine noch einiges zu tun: Wo können Brautkleider und Schleier organisiert werden? Soll es Blumen für die Bräute geben? Wo und wie organisiert man am besten einen kleinen Empfang nach der „Trauung“? Und vor allem: Wie schafft man es, in dieser kurzen Zeit so viele Leute herzubekommen? „Es ist wahnsinnig viel Arbeit, die wir da vor uns haben“, sagt Bürgermeister Raphael Bögge. Die Stadt rechnet mit 2000 bis 3000 Heiratenden und Zuschauern bei der Auslöse am kommenden Mittwoch. „Dies alles für so viele Leute in kurzer Zeit zu planen, ist schwierig.“ Doch Mitarbeiter im Rathaus, Vereine und Unternehmen seien voller Elan dabei.

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Erfüllen die Sendener die Forderung des Radiosenders, bekommen sie eine große Tanz-in-den-Mai-Party am Montag, 30. April, – und zwar mit ihrem Maibaum, der in der Nacht vom Dienstag auf Mittwoch aus Senden gestohlen wurde. Damit möglichst viele mitfeiern können, überlege man in der Verwaltung, die anderen Maibaumfeiern in den Ortsteilen zu verschieben.

Vereine, Unternehmen und Verwaltung unterstützen

Als die Forderung für die Auslöse am Donnerstag bekannt gegeben wurde, waren außer Bürgermeister Raphael Bögge rund 20 Vertreter von Vereinen im Rathaus anwesend. „Die Unterstützung ist gigantisch“, sagt Bögge.

Involviert sein wird auch die örtliche Polizei. Deren Chef Thomas Merk hat mit einem Augenzwinkern gesagt, dass der Baum nicht geklaut worden wäre, wenn die Sendener Polizei ihn bewacht hätte. Nun muss er den Verkehrseinsatz rund um die Feier am 30. April planen. Dazu werden rund 12000 Leute erwartet – die ja auch erst mal zum Ort der Feier kommen müssen. Probleme erwartet der Polizeichef dennoch nicht, da die meisten wohl feiernde Familien seien.

Wer am Mittwoch „heiraten“ will, kann sich ab Montag im Rathaus melden oder per Mail unter hochzeit@stadt-senden.de.

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