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14.07.2010

Innovative Ideen in Blech

Mit hochmodernen Maschinen arbeitet Blech & Technik - Christian Bronner bedient ein Stanzlaserzentrum. Foto: ub
Bild: ub

Vöhringen Eine Marktlücke zu entdecken, sie auszufüllen, aber nicht als Eintagsfliege, sondern auf Nachhaltigkeit zu setzen, das ist das Ergebnis des Erfolgsrezepts des mittelständischen Unternehmens "Blech & Technik." Als Zwei-Personen-Firma begann alles vor nahezu 20 Jahren. Heute gibt es 30 Mitarbeiter und - darauf ist die Firmenleitung besonders stolz - es werden jedes Jahr fünf junge Leute als Auszubildende eingestellt.

"Ja, irgendwie war es schon ein Sprung ins kalte Wasser, als wir uns zur Selbstständigkeit entschlossen!" Wir - das sind Thomas Zenzinger als gelernter Maschinenbauer und Rainer Urban im Beruf des Feinblechners tätig, heute heißt das Konstruktionsmechaniker. Gearbeitet haben beide im selben Betrieb. "Wir waren neugierig und mutig", blickt Thomas Zenzinger zurück. Aber der Mut hat sich gelohnt. Heute ist der Betrieb Partner von zahlreichen Maschinenherstellern in der Region. Längst sind die räumlichen Grenzen am ersten Standort im Stadtinnern gesprengt und die Firma ist ins neue Gewerbe- und Industriegebiet Nordwest gezogen. Dort steht eine 2000 Quadratmeter große Halle, in der produziert wird. Aber es ist Vorsorge getroffen, dass weiter expandiert werden kann. Stolz ist die Firmenleitung über das neue Stanzlaserzentrum, "eine teure, aber lohnende Investition, weil sie zwei Techniken kombinieren kann", erklärt Zenzinger. Die Maschine stanzt und lasert in getrennten Arbeitsgängen. Und selbstredend ist sie computergesteuert.

Die Stärke von Blech & Technik ist schnell auszumachen. Die gesamte Produktpalette erfordert innovative Ideen, ganz gleich, ob es sich dabei um Hauben für Abluft handelt, diverse Gehäuse für Elektronikgeräte, Grundkörper für Maschinen, die in der Robotertechnik eingesetzt werden, um Zubehör für Solaranlagen, Spezialausrüstungen für Lkw oder Rohrleistungssysteme für Löschfahrzeuge. Aber es kann auch ein Anbauteil für einen Kaminofen sein oder Wandverkleidungen für Großküchen ("damit das Saubermachen leichter wird") oder ganz einfach um eine dekorative Balkonverblendung. "Zuerst wird Plastik montiert, dann Holz, aber wenn das Plastik hässlich geworden und das Holz verrottet ist, besinnt man sich auf Metall", spricht Zenzinger aus Erfahrung. Von allen Produkten werden immer nur kleine Einheiten angefertigt, "das ist unser Plus", sagt Thomas Zenzinger, "so können wir flexibel auf Kundenwünsche reagieren.

Fünf Azubis im Jahr

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Die beiden Firmenchefs sprechen aber auch über die Verantwortung dem Nachwuchs gegenüber. "Wir haben uns an der Lehrstellenoffensive beteiligt." Mittlerweile stellt das Unternehmen in jedem Jahr fünf Azubis ein. Einer davon fällt in die Sparte "schwer vermittelbar", weil möglicherweise die Noten nicht die besten sind und sie sich deshalb auf dem Lehrstellenmarkt schwer tun. Zenzinger hat die Erfahrung gemacht, dass spätestens im zweiten Lehrjahr die anderen den Schwächeren mitziehen. "Da verbessern sich die Leistungen, was wieder mehr Selbstwertgefühl vermittelt, und das ist doch ungemein wichtig für einen jungen Menschen."

Im Übrigen sehen Zenzinger und Urban beide für die kommenden Jahre einen erheblichen Facharbeitermangel voraus. "Nicht nur bei den Ingenieuren fehlt der Nachwuchs, sondern bei denen, die mit den Händen schaffen." Aktuell gibt es zehn Auszubildende. Im September sollen Neue kommen, "aber bis jetzt haben nur Zwei Interesse gezeigt. Im letzten Jahr haben wir sogar alle Azubis in den Betrieb übernommen. Was die Zukunft angeht, geben sich Zenzinger und Urban optimistisch, "unsere Auftragsbücher sind voll und die Krise haben wir gut gemeistert."

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