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Senden

23.02.2015

Nach Rauswurf: Discogänger beißt Polizisten

Zähne gezeigt hat ein Discobesucher in Senden am Sonntagmorgen - im wahrsten Sinne des Wortes

Dieser Sonntagmorgen vor einer Disco in Senden wird einem 34-Jährigen wohl in Erinnerung bleiben: Weil er sich nach seinem Rauswurf aus dem Tanztempel mit der Polizei anlegte, endete die Partynacht für den betrunkenen Sendener mit zahlreichen Anzeigen und einem Aufenthalt in der Arrestzelle. Ein Polizeibeamter behielt ein schmerzendes „Souvenir“ am Zeigefinger zurück – in diesen biss der aggressive 34-Jährige nämlich während einer Rangelei mit den Ordnungshütern. Allein der Lederhandschuh bewahrte den Polizisten vor einer schwereren Verletzung.

Am frühen Sonntagmorgen befanden sich zwei Polizisten in Senden auf Präventionsstreife im Bereich einer Diskothek in der Berliner Straße. Dort wurden sie auf den 34-Jährigen aufmerksam, der das Sicherheitspersonal verbal attackierte. Der Mann echauffierte sich offenbar darüber, dass er aus der Disco verwiesen worden war. Aufgrund seines Verhaltens erteilten die Polizisten dem Gast einen Platzverweis, woraufhin der 34-Jährige seine Aggressionen gegen die Staatsgewalt richtete. Die Beamten wollten den Mann in Gewahrsam nehmen, damit dieser seinen Rausch in der Arrestzelle in der Polizeiinspektion in Weißenhorn ausschlafen könne. Der Betrunkene leistete heftigen Widerstand – unter anderem durch den Biss.

Während der Fahrt zur Dienststelle und später in der Inspektion beleidigte der Mann alle anwesenden Beamten mit Schimpfworten und diffamierenden Ausdrücken, teilt die Polizei mit. Da der 34-Jährige einen Alkoholtest verweigerte und der Verdacht bestand, der Aggressor könne unter dem Einfluss von illegalen Drogen stehen, ordnete die Staatsanwaltschaft eine Blutentnahme an. Dem Arzt gegenüber verhielt sich der Mann laut Polizei korrekt und verbrachte den Sonntagmorgen anschließend in der Ausnüchterungszelle. Gegen 11.30 Uhr durfte der Sendener die Inspektion verlassen. Den 34-Jährigen erwartet nun ein Strafverfahren wegen Körperverletzung, Beleidigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Eine offene Wunde habe der Polizist durch den Biss nicht erlitten, hieß es vonseiten der Polizei gestern auf Anfrage. Dies sei den Einsatzhandschuhen zu verdanken, „die sind recht stabil“, sagte ein Sprecher. Derartige Angriffe auf Polizisten seien heutzutage an der Tagesordnung. „Man muss leider mit allem rechnen.“ (az, caj)

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