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Natur

07.08.2018

Naherholung in Nersingen

Bauamtsleiter Peter Eisenlauer erläutert (von links) Sabine Krätschmer, Landrat Thorsten Freudenberger und Bürgermeister Erich Winkler, wie Altwässer wiederbelebt werden können.
Bild: Magdalena von Petersdorff/Landratsamt Neu-Ulm

Landrat Thorsten Freudenberger informiert sich vor Ort über die Wiederbewässerungsmaßnahmen von Alt-Auen

Mit einem Ausflug ins Grüne startete der Gemeindebesuch von Landrat Thorsten Freudenberger in Nersingen. Der Auwald an der Donau sei ideal für eine kurze Erholungspause. „Ich bin hier im Auwald regelmäßig unterwegs“, verriet Freudenberger. Diese Möglichkeit der Naherholung sei einer der vielen Punkte, die er an seiner Wahlheimat Nersingen so schätze. „Wir leben zwar in einem dicht besiedelten Raum, haben aber im gesamten Landkreis wunderbare Rückzugsorte in die Natur.“

Bürgermeister Erich Winkler weiß ebenfalls um das Potenzial der Waldflächen seiner Gemeinde. Diese habe in den vergangenen Jahren viel getan, um den Wald für Nersingens Bürger und alle anderen Naturliebhaber attraktiv zu gestalten. Wanderwege wurden angelegt, Nordic-Walking-Strecken ausgeschildert und zudem die Leibibrücke saniert und ebenerdig zugänglich gemacht. „Der Naturschutz spielt für uns bei all dem natürlich auch eine ganz entscheidende Rolle“, betonte Winkler.

Ein sehr interessantes Projekt seien in diesem Zusammenhang Wiederbewässerungsmaßnahmen von Alt-Auen sowie die Wiederanbindung der Altwässer an die Donau. Bauamtsleiter Peter Eisenlauer erläuterte, dass diese Auetümpel an den Flüssen großes Potenzial für Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren bieten. Durch Begradigungen der Flüsse seien sie häufig jedoch verloren gegangen. Sie wiederzubeleben, sei mit vergleichsweise geringem Aufwand möglich und ein großer Gewinn für die Natur. „Wir wollen diese Möglichkeit auch nutzen, um Ausgleichsflächen für Bauprojekte zu schaffen“, so Winkler. Dass Fläche im Landkreis ein knappes Gut ist, weiß auch Landrat Freudenberger. „Da ist es ein vorbildlicher Ansatz, die ökologische Qualität von Flächen zu steigern. In den Auen kann man mit relativ kleinen Maßnahmen viel erreichen.“

Weshalb Flächen in Nersingen auch anderweitig benötigt werden, konnten die Teilnehmer des Gemeindebesuchs im Anschluss besichtigen. Bürgermeister, Landrat, die Fraktionsvorsitzenden des Nersinger Gemeinderates Erich Spann (CSU), Sabine Krätschmer (SPD) und Josef Klein (Freie Wähler) sowie Hauptamtsleiter Fabian Sniatecki besuchten die Firma MJU in ihrem neuen Geschäftsgebäude am Ortsausgang von Nersingen. Geschäftsführer Martin Jungmann führte die Gruppe durch die Räume der Agentur, die sich auf Neue Medien spezialisiert hat und unter anderem 3-D-Stadtplanungs- und Geodatensysteme entwickelt. (az)

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