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Nersingen

12.02.2015

Nersingen bekommt die braune Tonne

Biomüll wird in Nersingen künftig wohl in der braunen Tonne entsorgt.
Bild: dpa

In der Gemeinde werden pflanzliche Abfälle bald getrennt entsorgt. Ob die Biotonne zur Pflicht wird, entscheiden die Gemeinderäte.

Der Grund für die Überlegungen ist die Änderung im Kreislaufwirtschaftsgesetz: Seit dem 1. Januar 2015 sind Gemeinden dazu verpflichtet, ihren Bürgern eine getrennte Erfassung von Bio- und Gartenabfällen anzubieten. Jetzt sucht auch Nersingen nach einer Lösung – hat sie aber noch nicht ganz gefunden: Denkbar seien nach Angaben von Gerhard Dukek, der in der Verwaltung fürs Abfallrecht zuständig ist, zwei Möglichkeiten: Entweder die Tonne muss vom Bürger beantragt werden oder sie wird zur Pflicht. Für die Nersinger, die einen Kompost besitzen und ihre Schalen, Essensreste und Grüngut lieber dort abladen, gäbe es eine Lösung: „Sie könnten dann einen entsprechenden Antrag stellen, damit sie von der Tonne befreit werden“, sagt Dukek. Das Konzept würde dann über die Gemeinde laufen.

Umgekehrt – also wenn die Tonnen nicht Pflicht werden, sondern bestellt werden können – müsste der Antrag für eine Biotonne direkt bei der zuständigen Firma gestellt werden. In diesen braunen Tonnen können künftig alle pflanzlichen Abfälle wie Obst- und Gemüsereste oder Fallobst und Grüngut entsorgt werden.

Aber was kostet so eine Biotonne eigentlich? Endgültige Zahlen kann Dukek von der Gemeindeverwaltung noch nicht nennen. Doch es werden zwei Tonnengrößen zur Verfügung stehen: Eine mit 120 Liter Volumen und eine mit 240 Liter. Für die kleinere beträgt der Abholpreis pro Jahr in etwa 90 Euro, für die größere 100 Euro. Die Gemeinde steht derzeit in Verhandlungen mit einer Firma für Abfallentsorgung aus dem westlichen Landkreis Neu-Ulm.

Etwa in zwei oder drei Monaten wissen die Bürger, welches Modell in ihrer Gemeinde eingeführt wird: Denn der Gemeinderat muss in einer der nächsten Sitzungen darüber entscheiden.

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